Mappus unter Beschuss
Neue Vorwürfe in der Affäre um den EnBW-Deal

Der Untersuchungsausschuss des Landtags will am Freitag die Affäre um den EnBW-Rückkauf untersuchen. Neue Hintergründe könnten die CDU und ihren Ex-Regierungschef Stefan Mappus in Erklärungsnot bringen.
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StuttgartEineinhalb Jahre nach dem Rückkauf des Energieversorgers EnBW durch das Land Baden-Württemberg gerät der damalige Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) immer stärker unter Erklärungsdruck. Laut „Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“ belegen E-Mails eine große Beeinflussung Mappus' durch seinen Freund, den Deutschland-Chef der Bank Morgan Stanley, die das Geschäft abwickelte - scheinbar bis hin zu direkten Handlungsanweisungen an den Regierungschef.

„Du wirst Anrufe von zahlreichen Banken bekommen“, mailte der Investmentbanker Dirk Notheis laut „FAS“ kurz vor dem Deal an Mappus. „Sie werden Dich drängen, ihnen ein Mandat zu geben. Du musst das alles ablehnen (!!) und sagen, dass Du bereits vollständig beratungstechnisch aufgestellt bist. Bitte achte darauf, dass Du das durchziehst. Das verursacht sonst erheblich Sand im Getriebe, und das kann ich jetzt nicht gebrauchen.“

Der Banker gab Mappus demnach Anweisungen für eine Verhandlungs- und Medienstrategie und steuerte den Kontakt zu Anwälten. So habe er Mappus Hilfen für den Presseauftritt und Hinweise gegeben, welche Unterstützer dieser zu gewinnen habe. „Du solltest idealerweise einen renommierten Volkswirt haben, der das Ganze gut findet.“ Und weiter: „Es sollte jemand sein, der Dir einen Gefallen schuldet.“

Die neue grün-rote Regierung hält den EnBW-Rückkauf vom französischen Staatskonzern EDF zum Preis von 4,7 Milliarden für überteuert und hat deshalb Klage vor der Internationalen Handelskammer in Paris eingereicht.

Der Obmann der Grünen im EnBW-Untersuchungsausschuss des Landtags, Uli Sckerl, sieht mit den Mails die Behauptung widerlegt, Mappus sei ein Beratungsopfer: Um das Geschäft möglichst schnell abzuwickeln, habe er Notheis umfassende Vollmachten erteilt und sich von ihm abhängig gemacht. „Mappus trägt die vollständige Verantwortung, auch für einen Schaden, der dem Land entstanden ist“, betonte Sckerl.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mappus unter Beschuss: Neue Vorwürfe in der Affäre um den EnBW-Deal "

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  • Cosi fan tutti(tutte)!
    Che mondo cane!
    il toscano

  • margrit117888, eine interessante aber berechtigte Sichtweise der Dinge.
    Es sind die gleichen Mächte die seit 1945 die BRD wirklich regieren, und am Ende der BRD können unsere sogenannten Volkvertreter uns erklären, sie haben nur auf Anweisung von oben, uns verwaltet.
    Danke

  • Unsere Politiker der letzten Jahrzehnte, sind nur noch ein kriminelles und korruptes Gesindel. Sie vertreten nur ihre eigene Interessen.
    Das wird im Bundestag nicht anders sein.
    Mich würde mal interessieren, wer so alles hinter dieser sog. Euro-Rettung steht und den Ton angibt und welches Geld an Politiker da fließt oder welche Posten man ihnen zugesichert hat
    Und um den dummen deutschen Michl abzulenken und so zu tun, als sei die Politk ehrlich, wird dann um so einen dämlichen Teppich von Niebel ein Riesenaufstand gemacht

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