Margarita Mathiopoulos
Erneute Plagiatsvorwürfe gegen FDP-Beraterin

Nach Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis steht mit Margarita Mathiopoulos nun noch ein prominentes FDP-Mitglied unter Plagiatsverdacht. Und der Politikberaterin wird nicht zum ersten Mal Schummelei vorgeworfen.
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DüsseldorfNach Plagiatsvorwürfen wird die Universität Bonn die Dissertation der FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos erneut überprüfen. Das habe der Promotionsausschuss beschlossen, teilte der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Günther Schulz, am Dienstag mit.  

Mathiopoulos' promovierte mit der Arbeit "Amerika: das Experiment des Fortschritts. Ein Vergleich des politischen Denkens in Europa und in den USA" 1986 an der Universität Bonn. Bereits Anfang der 90er Jahre geriet die Dissertation in die Kritik: Eine Überprüfung hatte damals zwar handwerkliche Mängel ergeben, aber keine Verfehlungen, die zur Aberkennung des Doktortitels geführt hätten.

Den Anstoß für die neue Überprüfung hatte die Internet-Plattform „VroniPlag“ gegeben. Sie hatte auch die Doktorarbeiten der FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis überprüft und darin an vielen Stellen unrichtig oder gar nicht als Zitat gekennzeichnete Textstellen anderer Autoren gefunden.

Die Universität Heidelberg hatte Koch-Mehrin daraufhin den Doktortitel entzogen - Koch-Mehrin trat von ihren Ämtern als Vizepräsidentin des EU-Parlaments und FDP-Bundesvorstandsmitglied zurück. Nun kommen auch auf die FDP-Politikberaterin Mathiopoulos Unannehmlichkeiten zu.

Denn laut "Vroniplag" enthält die Arbeit zahlreiche wörtlich übernommene Textstellen, die nicht als solche gekennzeichnet sind. „Insofern hat sich eine neue Sachlage ergeben“, erklärte Schulz.

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Erneute Plagiatsvorwürfe gegen FDP-Beraterin

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Mathiopoulos will die FDP nicht länger beraten

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  • Ein Dr. macht sich doch immer so hübsch auf dem Klingelschild und der Visitenkarte
    Im Grudne genommen sind solche Typen dochg anz armselige Menschen, sie kommen von ganz untern und wollen offnbar hoch hinaus

  • Leute mit erschwindelten Doktortiteln gibt es mit Sicherheit auch in den anderen Parteien. Die Frage ist doch, wie eine Partei damit umgeht, wenn ein prominenter Politiker als Fälscher auffliegt. Da fand ich die Reaktionen bei CDU und CSU in der Causa Guttenberg eher beängstigend!

  • @ leser: Die sind in der Regel zu faul, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen, siehe ein gewisser Fischer, der gerade mal eine Taxischein in der Taschen hat...

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