"Marke FDP"
Liberale diskutieren über Namensänderung

Die Liberalen hätten ein großes Problem mit der FDP als Marke, meint die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Ihr Vorschlag: Wie wäre es mit einem neuen Namen?
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Düsseldorf Marketing-Strategen predigen es jedem Unternehmen. Jetzt kommt die Botschaft auch in der Politik an: Wenn’s hakt, könnte man es ja mal mit einem Marken-Wechsel probieren. So ähnlich könnte eine Diskussion jetzt in der FDP laufen. Deren stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat jedenfalls jetzt die Diskussion um eine Umbenennung ihrer Partei eröffnet. „Ich habe diesen Vorschlag in den Raum gestellt“, sagte die Düsseldorfer Bürgermeisterin der „Rheinischen Post“ (Samstag).

Die Liberalen hätten mittlerweile ein großes Problem mit der FDP als Marke, begründet die streitbare Politikerin ihren Vorstoß. Diese Marke würde nicht optimal wahrgenommen. Strack-Zimmermann lässt es dabei nicht bewenden. Sie sei darüber im Austausch mit dem Bundesvorsitzenden Christian Lindner und spreche die Idee auch bei Besuchen in Kreisverbänden an, sagte sie weiter.

Bei einem neuen Anstrich will die Politikerin es indes nicht bewenden lassen: „Wenn die FDP wieder Erfolg haben möchte, muss sie gesellschaftspolitische Themen in Angriff nehmen und Diskussionen anregen.“ Nach Klärung inhaltlicher Fragen müsse eine Diskussion von der Bundespartei bis in die Kreisverbände stattfinden, an deren Ende eine Umbenennung stehen könne.

In der Düsseldorfer Lokalpolitik, in der Marie-Agnes Strack-Zimmermann seit Jahren aktiv ist, steht die FDP derzeit vor einer speziellen Herausforderung: Nach der Niederlage des CDU-Oberbürgermeisters Dirk Elbers stehen die Signale auf Wechsel. Die FDP hatte mit der CDU koaliert. Zurzeit laufen Gespräche mit dem neuen SPD-OB Thomas Geisel und seiner Partei. Die würde gerne zusammen mit den Grünen eine lokale Ampel-Koalition starten.

jgr/dpa

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