Maschmeyer und Schröder
War der persönliche Assistent ein FDP-Spion?

Im engsten Umfeld von Carsten Maschmeyer gab es ein Leck und Dokumente über die Zusammenarbeit mit Ex-Kanzler Schröder drangen nach draußen. Der ehemalige AWD-Chef glaubt den Schuldigen gefunden zu haben und klagt.
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DüsseldorfMännerfreundschaft, Intrige, politischer Einfluss - um all diese Themen geht es, wenn vom Investor Carsten Maschmeyer und Altkanzler Gerhard Schröder die Rede ist. Beide kennen sich gut. Maschmeyer hat die Rechte an Schröders Biographie erworben und dafür dem ehemaligen Kanzler im Vorfeld mehr als zwei Millionen Euro bezahlt.

Ein in der vergangenen Woche vorgestelltes Buch zweier Autoren der Zeitschrift „Stern“ geht der Frage nach, ob Maschmeyer daraus Kapital für sein Unternehmen schlagen konnte. Maschmeyer selbst sagt: Nein. Dokumente, die Handelsblatt Online vorliegen, werfen ein neues Licht auf den Fall.

Im August des Jahres 2005 hatte Gerhard Schröder im privaten Kreis Zweifel gezeigt, ob er den laufenden Wahlkampf noch einmal für sich entscheiden könnte. „Er hat mich gefragt, was soll ich machen, falls ich abgewählt werde“, sagt Maschmeyer, zu jener Zeit Chef des Finanzdienstleisters AWD. „Gerhard, du schreibst ein Buch“, habe er ihm gesagt und versprochen, sich um alles Weitere zu kümmern.

Dem Handelsblatt liegen Unterlagen großer deutscher Verlage vor, die belegen, dass sie im November des Jahres siebenstellige Angebote abgaben, um den seinerzeit bereits abgewählten Kanzler als Memoirenschreiber für sich zu gewinnen - also lange nach der Wahl vom 18. September 2005. Eine Million Garantiehonorar boten sie fast alle, dazu mehr Geld, falls sich das Buch gut verkauft.

Der Preis von zwei Millionen Euro, den Maschmeyer Schröder gezahlt hat, dürfte also kein reines Freundschaftsangebot gewesen sein. In einem Schreiben, das von Ende November stammt, rechnen Maschmeyers Steuerberater ihrem Auftraggeber vor, wie der Vertrag mit Schröder zu gestalten sei, damit der Politiker am Ende eine Million Euro netto für seine Memoiren erhalten kann.

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  • lobbyismus ist ein Verbrechen

  • Das Bild zum Beitrag kommt mir so vor, als hätten Schröder und Maschmeyer die gleiche Haarfarbe.

  • Mit Insinuierung und geschickter Formulierung läßt sich selbstverständlich ein passabler Rufmord hinlegen.

    Politiker wissen das - selbst bei der eher kleinen FDP, die einst wegen ihrer Freiheitsliebe und Rechtsstaatlichkeit geliebt und gewählt werden wollte.

    Also: war nichts mit dem Kauf von Schröder, jedenfalls nicht durch Maschi.

    Immerhin sind eine Nettogarantie von 1 Mio. deutlich mehr als eine Garantie von (brutto) 1 Mio.
    So könnte das Angebot des Freundes mitsamt der Entlastung von vertrackten Verhandlungen sehr sinnvoll gewesen sein.

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