Verkehrsbetriebe und Städtetag sind überrascht vom Vorstoß der Bundesregierung für kostenlosen Nahverkehr. Die Fragen nach Qualität und Finanzierung bleiben unbeantwortet.

Kommentare

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  • Nichts Neues. Der Steuerzahler hat die Systeme eingerichtet und finanziert sie jedes Jahr mit Milliarden. Daher ist diese Forderung steinalt, unter Anderem von mir formuliert, vor über 40 Jahren und bis heute stets wiederholt. Klar der Wohlfühlstadel, in den Verkehrsbetrieben findet dann ein Ende. Gut so. Denjenigen welche schreien, wer soll das finanzieren, sei gesagt ihr. Ihr zahlt es - eh schon, außer ihr gehört zur Oberschicht und der Staat zahlt euch auch noch das Fahrzeug. Kostenloser Nahverkehr bereinigt nicht nur das Feinstaubproblem, er entkriminalisiert einen Teil der Gesellschaft (wesentliches Element, vor 40 Jahren), bereinigt den Wohlfühlstadel, entsorgt das Problem der geparkten Politiker in diesem Bereich und ist ökonomisch sinnvoll, weil die Verwaltungskosten sinken, der Druck auf die Spritpreise steigt, etc.. Also Vor- und Nachdenken ist angesagt. Für Welche und Solche die immer noch nichts begreifen. Ich bin jemand den es in Deutschland, angeblich nicht gibt und trotzdem steht hier ein Text von mir. Wieder ein Thema über das ich mich vor Lachen biege. Befehl: Nichts denken, weiter so. Sonst hab ich ja keinen Spaß mehr.

  • Wer soll das bezahlen?
    Als Merkel die Grenzen öffnete hat auch niemand gefragt wer das zahlen soll. Jedes jahr 20 Milliarden Euro für die Fachkräfte.
    Aber beim genaueren hinsehen wird doch eines klar. Egal was es kosten wird, den Nahverjehr zu stützen: 1. ist es nicht schlecht und 2. unterstützt Merkle damit wiedermal die Deutsche Autoindustrie. Bevor diese Nachrüsten müssen- wird kurzerhand der Steuerzahler/ Steuerzahlerin zahlen müssen. Wie bereits mit der Abwrackprämie wird auf Staatskosten die Autoindustrie unterstüzt.

  • Die Kommentatoren hier haben den Durchblick. Im Gegensatz zur Politik.

  • Herr Holger Narrog@ So ist das, die öffentlichen Verkehrsmittel sind ohnehin über Steuern finanziert, wenn die Leute die echten Kosten tragen müssten, wäre Ende mit den Bazillen-Schleudern. Richtiger Weise sollte es auf dem Fahrschein stehen, was die Fahrt wirklich kostet.

  • Ich nehme an, dass das Motiv der Politiker für einen kostenlosen ÖV der Unmut in der Bevölkerung ist weil ein erheblicher Teil der Gäste der Kanzlerin den ÖV ungestraft gratis nutzt.

    In dieselbe Richtung geht der Rot/Grüne Vorstoss im Bundesrat das Schwarzfahren zu entkriminalisieren. Damit würde das heutige Vorrecht der Gäste der Kanzlerin auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet.

    Aktuell wird der ÖV zu vielleicht 60% aus Steuergeldern und 40% aus dem Verkauf von Fahrkarten finanziert.

    Aus meiner Sicht gäbe es folgende Alternativen..
    1. Es wäre nicht unbotmässig auch die Gäste der Kanzlerin für die Nutzung des ÖV zahlen zu lassen. Wer sich dem dauerhaft verschliesst erhält ein kostenloses Businessticket in die Heimat.
    2. Analog der Schweiz böte es sich an die ÖV Angebote von DB und Verkehrsverbunden besser zu verzahnen. Beispielsweise kostet in der Schweiz das GA ca. 3000€. Damit kann man dann das ganze Jahr den gesamten ÖV der Schweiz nutzen. Das Halbtax erlaubt eine Nutzung des gesamten ÖV Netzes zum halben Preis.
    3. Denkbar wäre im Zuge der Digitalisierung eine nutzungsabhängige Preisgestaltung. Der Passagier steigt ein, das Mobiltelefon registriert die Fahrt und je nach Nutzung gibt es dann einen Rabatt.
    4. Die Feinstaub/Stickoxidrichtlinien der EU beruhen auf willkürlichen Werten die dem Lobbying grüner NGO geschuldet sind. Sinnvoll wäre es die Wirkung dieser Schadstoffe auf den Menschen ausgiebig zu untersuchen und die Abgasgrenzwerte auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen.
    5. Die autofeindlichen Schikanen wie absichtliche Parkplatzreduzierungen und sinnlose Tempobeschränkungen aufzuheben.

  • Im ÖPNV liegt sicher ein Schlüssel zur Luftreinhaltung. Das Thema ist aber so vielschichtig wie der ÖPNV regional gegliedert: Im Saarland zahlt man für EINE 17km Fahrt (hin und zurück) ungefähr 2/3 des Preises für ein Monatsticket im Stadtgebiet Berlin.
    Insofern ist "kostenloser ÖPNV" sehr relativ. Ausserdem unterminiert dies des Einzelnen ökonomisches Handeln: Einer Leistung muss auch ein Gegenwert entgegenstehen. Aber ein Realistischer.
    Ein alternativer Vorschlag wäre: Preisobergrenzen für ÖPNV Betreiber, die Steuermittel erhalten (also praktisch alle) einführen und das Bahnprivileg kompeltt abschaffen. Wer Strecken fahren will, soll es tun, bekommt aber keine Steuermittel und darf den Preis selbst festlegen.
    Das würde zu einer echten etablierung des ÖPNV führen und damit auch zu verbesserter Luftqualität.

  • Ganz nett, nach Doktor Eisenbart. Die ÖNB sind auf eine schlagartige Veränderung gar nicht
    vorbereitet. Chaos als Programm. Merkelhandschrift.

Mehr zu: Maßnahme gegen Fahrverbote - Kostenloser Nahverkehr – klingt gut, aber wer zahlt?

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