Meck-Pomm
Ölreserven vor Merkels Tür sorgen für Knatsch

Der Wahlbezirk von Kanzlerin Angela Merkel sitzt auf Ölvorkommen. Einst war das Öl streng geheim - nun versprechen Probebohrungen einem der ärmsten Bundesländer einen warmen Regen von 13,5 Milliarden Euro.
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FrankfurtCentral European Petroleum GmbH (CEP), ein deutsch-kanadisches Gemeinschaftsunternehmen, verfügt über acht Lizenzen für die Öl-Erkundung in einem Gebiet von mehr als 14.000 Quadratkilometern in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich Merkels Wahlbezirk befindet, und in Brandenburg, wo die Kanzlerin ein Wochenendhaus besitzt. Goldman Sachs Group Inc. gehört zu den Investoren, die das Projekt unterstützen.

„Wir haben vier Probebohrungen gemacht und bei allen Öl gefunden“, sagte CEP-Geschäftsführer Thomas Schröter am 10. Juni bei einem Interview in Berlin. „Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Teile von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf Öl schwimmen.“

Die Aussicht auf einen Ölrausch in Merkels Heimatregion rührt an dem Konflikt zwischen der von der Kanzlerin propagierten Energiewende und Klagen der Industrie, dass die Kosten für erneuerbare Energien in Zeiten billigen Schieferöls aus den USA ihre Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern. Deutschland importierte 2012 Öl im Wert von fast 60 Milliarden Euro, so Daten des Statistischen Bundesamts.

Auch wenn das Öl Deutschland nicht zu einem zweiten Saudi-Arabien machen dürfte, bedeutet das Best-Case-Szenario von CEP von jährlich rund 500 Millionen Euro für Mecklenburg-Vorpommern Einnahmen von etwa sieben Prozent des Landeshaushalts.

Mit Blick auf die Bundestagswahlen am 22. September heben CDU-Politiker die Beschäftigungseffekte für die Region hervor, die die zweithöchste Arbeitslosenquote und das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland hat. Umweltschützer reagieren dagegen ablehnend auf die Ölförderpläne und verweisen auf die Gefahren für die Tourismusbranche an der Ostseeküste.

„Manche Leute in der Regierung sorgen sich, dass das Öl Mecklenburg-Vorpommerns Tourismus-Image beschädigen könnte, dabei sind wir ein Land mit zu vielen niedrigbezahlten Jobs im Tourismus“, sagt Benno Rüster, CDU-Bürgermeister von Grimmen, das rund 20 Kilometer von der Küste entfernt liegt. „Sehen Sie, wir werden hier keine Mercedes-Fabrik bekommen. Wir brauchen Öl.“

Die Energiewende ist eines der größten Wagnisse der Kanzlerin während ihrer inzwischen acht Jahre im Amt. Nun, da sie zum dritten Mal antreten will, werfen ihr politische Gegner und Branchenverbände vor, die Wende zu verpfuschen und die Stromkosten für Privathaushalte hochzutreiben. Die Strompreise für Verbraucher in Deutschland sind laut Eurostat die dritthöchsten in der EU, übertroffen nur von denen in Dänemark und Zypern.

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  • Und es gehört Goldmann-Sachs?
    Wieso kommen die denn nun schon als Gewerbetreibende zu uns?
    Wer hat das denn zugelassen?

  • Man soll das Öl fördern, wenn es möglich ist und bezahlbar.
    Die Ökofritzen sollen den Mund halten und nach Sibrien ziehen, dann sind sie die ersten die Schreien das Facebooke nicht geht, kein Iphone oder Fernseher bzw. das die Bude kalt bleibt. Sind doch alles nur Wohlstandsökoschützer, mehr nicht.

  • Theoretiusche Physik. Meine Frau hat über ein ähnliches Thema eine Diss geschrieben. Sehr trocken, aber angeblich teilweise auch sehr spannend.

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