Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern hat neuen Ministerpräsidenten

Der Landtag in Schwerin hat Sozialminister Erwin Sellering zum neuen Regierungschef in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Der SPD-Politiker ist Nachfolger von Harald Ringstorff, der aus Altersgründen ausscheidet. Mit dem Wechsel steht auch eine Kabinettsumbildung an.

HB SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Chef Erwin Sellering ist neuer Ministerpräsident des Landes. Der Landtag in Schwerin wählte den 58-jährigen gebürtigen Westfalen am Montag zum Nachfolger von Harald Ringstorff (SPD). Der 69-jährige Ringstorff war am 3. Oktober aus Altersgründen ausgeschieden. Sellering, bislang Sozialminister, erhielt 40 von 69 abgegebenen Stimmen und damit nicht den Rückhalt aller 45 Mitglieder der SPD/CDU-Koalition. Insgesamt enthielten sich 22 Abgeordnete, eine Stimme war ungültig. Sellering ernannte drei neue Minister.

Mit dem Abstimmungsergebnis zeigte sich der neue Regierungschef zufrieden. "Mein Ziel war eine vier vorn", sagte er im NDR-Fernsehen. Die große Koalition, in der es "sehr gut" laufe, werde ihre Arbeit fortsetzen. Als politische Schwerpunkte nannte Sellering den weiteren wirtschaftlichen Aufbau und die Stärkung der Chancengleichheit in der Bildung.

Mit Ringstorff verließen Finanzministerin Sigrid Keler (66) und Verkehrsminister Otto Ebnet (64, beide SPD) das Kabinett. Dafür rückten die Landtagsabgeordnete und Bildungsexpertin Heike Polzin (52) als Finanzministerin, der bisherige SPD-Landtagsfraktionschef Volker Schlotmann (51) als Verkehrsminister sowie die Schweriner Kommunalpolitikerin Manuela Schwesig (34) als Chefin des bisher von Sellering geführten Sozialressorts neu in die Regierung auf. Dem Kabinett gehören damit weiterhin je vier Minister von SPD und CDU an. Ringstorff hatte den seit längerem erwarteten Führungswechsel im Sommer angekündigt.

Zur Ministerpräsidenten-Wahl war auch NPD-Fraktionschef Udo Pastörs angetreten. Er erhielt sechs Stimmen - so viele wie die NPD Abgeordnete hat.

Sellering ist der erste Ministerpräsident des Landes, der aus dem Westen stammt. Er war 1994 als Verwaltungsrichter von Gelsenkirchen nach Greifswald gewechselt und hatte im Jahr 2000 in der damals rot- roten Koalition das Justizministerium übernommen. Mit dem Wechsel des Koalitionspartners 2006 übernahm er dann das gewichtigere Sozialressort. 2007 löste er Agrarminister Till Backhaus als SPD - Landesvorsitzender - und damit auch als Ringstorffs Kronprinz - ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%