Medien Hartz IV kostet bisher 450 Milliarden Euro

Seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Reform hat Deutschland laut einem Medienbericht etwa 450 Milliarden Euro an Sozialleistungen ausgegeben. Namensgeber Peter Hartz plädiert für weitere Reformen.
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Symbolbild - Spielzeugfiguren bauen einen Hartz IV-Schriftzug: Die Reform soll dazu beigetragen haben, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich geringer ist als im europäischen Vergleich. Quelle: dpa

Symbolbild - Spielzeugfiguren bauen einen Hartz IV-Schriftzug: Die Reform soll dazu beigetragen haben, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich geringer ist als im europäischen Vergleich.

(Foto: dpa)

Frankfurt/MaiBund und Kommunen haben seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Reform vor zehn Jahren einem Zeitungsbericht zufolge etwa 450 Milliarden Euro für die neuen Sozialleistungen ausgegeben.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom Dienstag unter Berufung auf Daten des Bundesarbeitsministeriums und des Deutschen Landkreistags berichtet, gab der Bund zwischen 2005 und 2013 insgesamt 313 Milliarden Euro für die neugeschaffenen Leistungen aus, die Kommunen kamen auf 92 Milliarden Euro. Hinzu kommen demnach die Ausgaben des laufenden Jahres, die auf dem Niveau des Vorjahres liegen dürften.

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe trat zum 1. Januar 2005 in Kraft. Etwas weniger als die Hälfte der seitdem aufgewandten 450 Milliarden Euro fiel laut dem Blatt für die Zahlung des Arbeitslosengelds II an, hinzu kommen unter anderem die Kosten der Arbeitsmarktpolitik, für Unterkunft und Heizung.

Die Reform habe dazu beigetragen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich geringer sei als im europäischen Vergleich, sagte der Ideengeber der Reform, Peter Hartz, der „F.A.Z.“. Er plädierte aber für weitere Reformen, da die Langzeitarbeitslosigkeit bislang nur wenig gesunken sei. Hartz regte an, Dauerarbeitslose auch nach der Aufnahme einer Arbeit intensiv zu betreuen, um einen schnellen Rückfall zu vermeiden.

Insgesamt sei das Konzept von „fordern und fördern“ immer noch richtig, sagte Hartz, die Aufteilung von Menschen in „faul und fleißig“ aber sei falsch. Gleichzeitig rief er dazu auf, Zeitarbeit und Minijobs zu akzeptieren, da sie für einige Menschen „nun mal den einzigen Weg in Beschäftigung“ bedeuteten.

  • afp
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5 Kommentare zu "Medien: Hartz IV kostet bisher 450 Milliarden Euro"

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  • Spätestens dann wenn Wirtschaftsvertreter oder BA Angestellte Hartz IV loben sollte jedem "ne Lampe" aufgehen das da etwas NICHT stimmen kann . So halte ich die Aussage von Herrn Hartz für typisches Unternehmerdenken das man mit Zeitarbeit und Minijobs ja Aussicht auf Beschäftigung hat ! Genau > es ist eine Beschäftigung und KEINE Arbeit wenn man von dem Lohn NICHT mehr leben kann , auch die Gerüchte das Zeitarbeit der "Einstieg" in richtige Arbeit ist würde widerlegt .. sie ist nur ein Durchgangs"tor" um nach kurzer Zeit WIEDER in Hartz IV zu landen was für manche Lebenslange ARMUT bedeuten kann :-( Die Zahl 450 Milliarden muss man zudem relativieren wenn man dran denkt das die 137000 Bundespolitiker im selben Zeitraum mit Aktivierungsbezügen einen Betrag von 490 Milliarden Euro erhalten haben :-(

    Für viele sollte der Grundsatz gelten : Lasst euch NICHT "verkaspern" von Wirtschaft/Politik und sucht euch selber die "RICHTIGE" Wahrheit .. die da heisst : Hartz IV ist KEIN Erfolg !!

  • Der Gasmann wars "10 Jahren 450 Milliarden Euro" und jetzt
    ruft er zum Aufstand der Anständigen auf.

  • Für Hartz IV wurden in 10 Jahren 450 Milliarden Euro ausgegeben.
    Das ist viel mehr als in 25 Jahren Aufbau Ost, wenn man die Sozialtransfers abzieht. Schafft endlich Hartz IV ab und spart das Geld.

  • Übrigens kamen diese Gelder zu einem großen Teil den Unternehmen zu Gute, die so geringe Löhne zahlten, dass die Mitarbeiter aufstocken mussten!
    Dort sollte man sich die Gelder zurückholen!

  • Ein verurteilter Verbrecher, der Dank unserer, ach so unabhängigen, Justitz viel zu milde bestrfat wurde, maßt sich ein Urteil über arbeitende Menschen an?
    Der Großteil dieser H4-Empfänger arbeitet ehrlicher als dieser Herr Hartz.
    Es ist eine Verhöhnung das so etwas sich noch öffentlich äußern darf!

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