Medien: Zeitungen legen Fragen und Antworten zur Wulff-Affäre offen

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Zeitungen legen Fragen und Antworten zur Wulff-Affäre offen

Wieder eine neue Entwicklung in der Kredit- und Medienaffäre von Bundespräsident Christian Wulff. Einige Zeitungen veröffentlichen nun selbst ihren Fragenkatalog an das Staatsoberhaupt und die Antworten.
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BerlinIm Streit um die Offenlegung von Medienanfragen an den in der Kritik stehenden Bundespräsidenten Christian Wulff sind erste Zeitungen mit umfangreichen Veröffentlichungen vorgeprescht. Die Springer-Blätter „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“ stellten am Donnerstagabend ihren umfangreichen Fragenkatalog sowie die Antworten von Wulffs Anwälten und der BW-Bank, die Wulff bei seiner umstrittenen Hausfinanzierung half, in das Internet.

In einer Erklärung hieß es, die Zeitungen machten von ihrem Recht am eigenen Wort Gebrauch. Wulff steht wegen eines Privatkredits für sein Eigenheim, kostenloser Urlaube bei Freunden aus der Wirtschaft und seines Umgangs mit den Medien seit einem Monat in der Kritik. Zuletzt konzentrierten sich die Vorwürfe darauf, dass Wulff vor gut einer Woche in seinem Fernsehinterview Transparenz angekündigt und gesagt hatte: „Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger jedes Detail zu diesen Abläufen sehen und bewertet sehen, auch rechtlich.“

Wulffs Anwalt Gernot Lehr hatte die Veröffentlichung aller Informationen aber abgelehnt. Eine Offenlegung der Antworten auf die Anfragen von Journalisten verletze deren Recht am eigenen Wort und am Schutz ihrer Rechercheergebnisse oder -ziele, hatte der Jurist argumentiert. Der Kölner Medienrechtsprofessor Rolf Schwartmann teilte in einem dpa-Gespräch diese Auffassung.

Die nun auf „Welt Online“ veröffentlichte umfangreiche Abhandlung enthält weitgehend bekannte Angaben über das Zustandekommen von Wulffs Privatkredit bei Edith Geerkens. Wulff hatte 2008, als er noch Ministerpräsident war, bei der befreundeten Unternehmergattin 500 000 Euro geliehen und den Privatkredit später mit Hilfe der BW-Bank abgelöst. Auf die Frage, was der Präsident über die Herkunft des Geldes von Geerkens wisse, antworte Anwalt Lehr der „Welt“ zufolge: „Herr Wulff wusste, dass Frau Edith Geerkens vermögend ist.“

Viele Fragen und Antworten drehen sich auch um die Ablösung des Privatdarlehens durch „ein rollierendes Geldmarktdarlehen“ bei der BW-Bank 2010 zu günstigeren Zinsen sowie die Umwandlung in ein langfristiges Darlehen Ende 2011. Wulffs Anwälte wie auch die Bank widersprachen Vorhaltungen, bei den Finanzgeschäften sei Wulff in den Genuss außergewöhnlicher günstiger Konditionen gekommen. Auch diese Details wurden bereits in Medien erörtert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und andere Koalitionsspitzen hatten dem Bundespräsidenten in der Kredit- und Medienaffäre am Donnerstag den Rücken gestärkt. Der Druck auf Wulff, alle Details offenzulegen, nahm jedoch weiter zu. Mehrere Zeitungen entbanden Wulffs Anwalt von der Pflicht, ihre Rechercheergebnisse zu schützen - Fragen und Antworten zur Affäre könnten nun von ihm veröffentlicht werden.

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Der Druck nimmt weiter zu

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  • Langsam sollte ein jeder begriffen haben, dass es nur ein schmutziges Spiel gegen H. Wulff ist. Das kuriose daran ist, dass eine vielzahl der Mitbürger es begriffen hat, nur nicht das Rudel der Medien, dass sie sich vor "einem mir noch unbekannten Karren" spannen läßt. Schade, schade - bei so viel Pressefreiheit!!!

  • Fremdbestimmter Wulff??
    Es ist schon sehr merkwürdig, dass sich die "Pannen" im Leben des BP Wulff zu häufen begannen, seit er mit der Ex-Journalistin Bettina verbandelt/verheiratet ist. Diese kannte die Schliche der eigenen Branche zu gut, um nicht alte Gewohnheiten auch in ihre neue Rollen einfließen zu lassen. Und so auch ihren eigenen Einfluss zu potenzieren. Journalisten lassen sich von der Wirtschaft und anderen "gesellschaftlichen Gruppen" in jeder Weise umsorgen und fördern. Nie kämen sie auch die Idee, für eine Übernachtung im Zuge einer "Einladung" auch noch Geld zu bezahlen. Das weiß auch die Frau Schausten und befolgt es.

  • „Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“ Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann. Es handelt sich in NRW offensichtlich um eine Verfilzung mit schwarzen Reisekassen jenseits der parlamentarischen Kontrolle. Dies stellt eine Belastung des Amtes und für Johannes Rau dar.“ Zitat C. Wulff im Jahre 2000 zur Flugaffäre von Bundespräsident Rau.

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