Medienbericht: Berlin will schnell Kampfdrohnen anschaffen

Medienbericht
Berlin will schnell Kampfdrohnen anschaffen

Mehr Sicherheit durch Abschreckung: Die Bundesregierung will für künftige Auslandseinsätze zügig Kampfdrohnen anschaffen. Doch die Waffensysteme sind umstritten.
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BerlinDie Bundesregierung hat sich erstmals klar für die zügige Anschaffung bewaffneter Drohnen ausgesprochen und ist damit entsprechenden Forderungen aus der Bundeswehr nachgekommen. Aus den Auslandseinsätzen der Bundeswehr werde deutlich, dass bewaffnete Aufklärung "als Schutz bei plötzlich auftretenden gravierenden Lageänderungen unbedingt erforderlich ist", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion, aus der "Spiegel Online" am Freitag zitiert.

Im Gegensatz zu unbewaffneten Drohnen könnten scharfe Flugroboter erkannte Ziele "reaktionsschnell, präzise und skalierbar bekämpfen", heißt es. "Außerdem werden durch die Fähigkeit gegnerische Kräfte einer ständigen und für sie nicht prognostizierbaren Bedrohung ausgesetzt und in ihrem Handlungsspielraum eingeengt." Die Bewaffnung könne einen Sicherheitsgewinn durch "glaubhafte Abschreckung" bringen. Als mögliches Modell nennt die Bundesregierung demnach auch die "Predator"-Drohne, die vor allem von den USA eingesetzt wird.

Die Waffensysteme sind umstritten, weil sie zum Beispiel von den USA in Afghanistan, Pakistan und im Jemen zur Tötung mutmaßlicher Rebellen genutzt werden. Immer wieder werden bei diesen Einsätzen auch unbeteiligte Zivilisten getötet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Mit diesen "Argumenten" müßte man das ganze afghanische Volk (vorsorglich) ausradieren. Könnten ja alles Terroristen sein.
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    Sie haben das nicht verstanden !
    Wenn in der Nacht Waffenträger (Terroristen ) bekämpft werden , die offensichtlich welche waren , werden sie von einigen (Vielleicht auch beeinflussten Medien ) einige Stunden später zu "armen Zivilisten " gemacht obwohl sie wenige Stunden zuvor auf Militärfahrzeuge schossen .
    Wenn sich diese "Zivilisten " hinter Frauen und Kindern verstecken ist das wohl sehr betrüblich , aber unvermeidlich .

  • Und wenn SIe in D mit einer Kriegswaffe durch Köln laufen, werden Sie auch nicht einfach weggeputzt.
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    Und sie würden das ausprobieren wollen ?

  • Sie lassen sich sehr leicht beeinflussen , nicht wahr ?

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