Medienbericht
Bildungsministerium plant Pisa-Test für Lehrlinge

Das Bundesbildungsministerium plant einen internationalen Pisa-Test für Lehrlinge. Bei dem neuen Projekt geht es darum, zu ermitteln, was Azubis in ihrem Arbeitsalltag tatsächlich können. Der Pisa-Test-Organisator OECD zeigte sich interessiert.

HB BERLIN. Auf deutsche Initiative hin hätten sich schon acht europäische Staaten zusammengeschlossen, um die Qualität ihrer beruflichen Ausbildungen zu überprüfen, berichtet die "Wirtschaftswoche". "Unser Ziel ist, dass die Länder voneinander lernen können und wir Qualifikationen aus unterschiedlichen Systemen erstmals inhaltlich vergleichbar machen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bildungsministerium, Andreas Storm (CDU), dem Magazin.

Am 1. Juli stimmen sich demnach die acht bisher interessierten Länder ab, Ende des Jahres könne die europäische Ausschreibung für das Projekt starten. Ergebnisse könnten voraussichtlich im Jahr 2013 vorliegen. Neben Deutschland beteiligen sich nach Angaben des Magazins Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Österreich, die Schweiz und Slowenien.

Bei dem Projekt geht es den Angaben zufolge darum zu ermitteln, was Auszubildenden in ihrem Arbeitsalltag tatsächlich können. Dazu sollen sie am Ende ihrer Ausbildung und drei bis vier Jahre danach geprüft werden. Starten werde das Projekt in den Berufen Kfz- Mechatroniker, Industriekaufmann, Altenpfleger und Elektroniker für Betriebs- und Gebäudetechnik beziehungsweise Automatisierungstechnik. Wissenschaftler entwickelten derzeit Methoden, wie die Berufseinsteiger in den unterschiedlichen Ländern unter vergleichbaren Bedingungen getestet werden können. Die Ergebnisse der Projekts sollen auch bei der grenzüberschreitenden Anerkennung von Berufsabschlüssen helfen.

Die EU und auch die OECD, die die Pisa-Schulstudie durchführt, zeigten laut dem Bericht bereits großes Interessen an der neuen internationalen Initiative.

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