Medienbericht dementiert
Söder: Stoiber hat Merkel nicht attackiert

CSU-Parteichef Edmund Stoiber soll laut einem Medienbericht die Regierungsfähigkeit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel und des FDP-Chefs Guido Westerwelle in Frage gestellt haben. Das hat die bayerische Union nun zurückgewiesen.

HB BERLIN. „Das stimmt nicht“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Söder am Mittwoch im ZDF. „Natürlich ist es so, dass Angela Merkel eine ganz starke Parteivorsitzende der CDU ist und zusammen im Kontext CDU/CSU natürlich wir die Regierungsalternative sind.“ Es gehe insgesamt um die Frage, wie sich CDU/CSU und die FDP für die Bundestagswahl 2006 aufstellten, um die Bundesregierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) abzulösen. „Und dass es ohne die CSU sicher nicht möglich ist - weder von den Wahlergebnissen noch inhaltlich - das ist klar. Aber die Zielrichtung heißt natürlich: Gemeinsamkeit in den Vordergrund zu stellen.“

Der „Münchner Merkur“ hatte berichtet, Stoiber habe vor einer Woche bei einem Treffen mit CSU-Sozialpolitikern über Merkel und Westerwelle gesagt: „Die können Schröder und Fischer nicht das Wasser reichen.“ Die Union werde es schwer haben, mit einer ostdeutschen Protestantin und einem Junggesellen aus Bonn das bürgerliche Lager zu erreichen, hieß es unter Berufung auf Teilnehmer der Runde. Schließlich erfreue sich Außenminister Joschka Fischer (Grüne) inzwischen auch in konservativen Kreisen großer Beliebtheit.

Die FDP wird nach den Worten von Parteichef Westerwelle aller Voraussicht nach mit einer Koalitionsaussage zu Gunsten der Union in den Wahlkampf gehen. SPD und Grüne haben bereits angekündigt, im Falle eines Wahlsieges 2006 wieder miteinander koalieren zu wollen.

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