Deutschland

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Medienbericht: Deutschland mutiert zum Geldwäsche-Paradies

Die Fälle von Geldwäsche in Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge deutlich gestiegen. Besonders die Organisierte Kriminalität aus Italien und Osteuropa hat eine Vorliebe für die Bundesrepublik.

Besonders aus Italien fließt viel Geld nach Deutschland. Quelle: dpa
Besonders aus Italien fließt viel Geld nach Deutschland. Quelle: dpa

BerlinIn Deutschland wird einem Pressebericht zufolge vermehrt schmutziges Geld aus dem Ausland gewaschen. Wie die "Bild"-Zeitung am Montag unter Berufung auf Zahlen berichtete, die das Bundeskriminalamt (BKA) gemeinsam mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Montag in Wiesbaden vorstellen wollte, gingen 2011 bei den Ermittlern knapp 13.000 Anzeigen wegen des Verdachts auf Geldwäsche nach dem "Geldwäschegesetz" ein. Dies sei im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um rund 17 Prozent.

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Stark gestiegen sind dem Bericht zufolge vor allem Betrugsdelikte, bei denen Privatpersonen ihr Konto für die Geldwäsche zur Verfügung stellen. Aber auch der Immobilienmarkt, Restaurantbetriebe und Spielhallen würden immer häufiger zur Geldwäsche missbraucht, berichtete die "Bild".

"Es gibt besonders viele Geldströme aus Italien nach Deutschland", sagt der Geldwäsche-Experte Friedrich Schneider von der Universität Linz. Aber auch aus Russland, Weißrussland und der Ukraine ströme das Geld der Organisierten Kriminalität nach Deutschland.

  • 29.10.2012, 13:41 UhrZiegler

    Zu dem Artikel "Deutschland Geldwäscheparadies" folgende Bemerkung: bei der Erwähnung von Spielhallen, sollte man doch wissen, daß gerade die Spielhallen enorm besteuert werden; 19% Umsatzsteuer, 20-25% Vergnügungssteuer, Einkommenssteuer und Gewerbesteuer, Gesamtsteuerlast laut letzter Erhebung, ca. 55-60%, d.h. von jedem Euro der in ein Spielgerät eingeworfen wird , verbleiben ca. 0,40 Euro für den Gewerbetreibenden. Wer also in Spielhallen sein Schwarzgeld waschen will, ist des Rechnens nicht mächtig. Die Redakteure, die diesen Artikel verfasst haben, sollte vorher besser recherchieren. Mit freundlichen Grüßen Robert Ziegler Saarbrücken

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