Medienbericht
Ex-Steag-Vorstand soll Kohlestiftung führen

Auf der Suche nach einem Vorsitzenden für die geplante Kohlestiftung rückt einem Medienbericht zufolge nun der ehemalige Steag-Chef Jochen Melchior in den Mittelpunkt. Dieser hat immerhin bereits für den RAG-Vorgänger gearbeitet.

HB BERLIN. Der frühere Ruhrkohle-Manager sei aussichtsreicher Kandidat für den Posten, berichtete die Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Capital“ am Dienstag. Die Kohlestiftung soll den subventionierten deutschen Steinkohlebergbau bis zu dessen geplantem Aus im Jahre 2018 organisieren. Die Ausgliederung der Förderung aus dem RAG-Konzern soll zugleich dessen Börsengang mit den verbliebenen Sparten Chemie (Degussa), Kraftwerksbau (Steag) und Immobilien möglich machen. Die Erlöse aus dem RAG-Verkauf sollen die Stiftung finanzieren, die dafür die Pensions- und Erblasten des Bergbaus übernimmt.

Ursprünglich wollte RAG-Chef Werner Müller den Stiftungsvorsitz übernehmen, was aber am Widerstand von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers scheiterte. Eine Reihe von Managern und auch der CDU-Politiker Friedrich Merz wurden seitdem in der Presse als Kandidaten genannt. Da die Stiftungsverträge bis Mitte Juli unterzeichnet werden sollen, herrscht mittlerweile großer Zeitdruck. Am Mittwoch will sich eine Kohlerunde im Wirtschaftsministerium mit dem Thema befassen.

Der 65-jährige Melchior leitete von 1995 bis 2004 die Steag. Er war seit 1979 beim RAG-Vorgänger Ruhrkohle beschäftigt und ist heute in verschiedenen Unternehmen Aufsichtsrat.

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