Deutschland

_

Medienbericht: Friedrich für Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone

Innenminister Hans-Peter Friedrich hat als erstes Regierungsmitglied für den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone plädiert. Der Zeitpunkt ist brisant: kurz vor der Abstimmung zum zweiten Griechenland-Hilfspaket.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in Berlin. Quelle: dapd
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in Berlin. Quelle: dapd

BerlinBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich rät Griechenland, aus der Euro-Zone auszutreten. „Außerhalb der Währungsunion sind die Chancen Griechenlands, sich zu regenerieren und wettbewerbsfähig zu werden, mit Sicherheit größer, als wenn es im Euro-Raum verbleibt“, sagte der CSU-Politiker dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut einer Vorabmeldung. „Ich rede nicht davon, Griechenland rauszuschmeißen, sondern Anreize für einen Austritt zu schaffen, die sie nicht ausschlagen können.“

Anzeige

Auch der CDU-Chefhaushälter Norbert Barthle, der das zweite Griechenland-Paket unterstützt, äußerte Bedenken, dass die damit verbundenen Hoffnungen realistisch seien. „Ob das im Paket genannte Ziel, die Verschuldung Griechenlands bis zum Jahr 2020 auf 120,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, erreicht werden kann, da habe ich gewisse Zweifel“, sagte Barthle.

Der Bundestag will am Montag über das zweite Griechenland-Hilfsprogramm abstimmen, das noch einmal 130 Milliarden Euro freimacht. Eine Zustimmung gilt als sicher, da auch SPD und Grüne bereits ein Ja signalisiert haben.

  • 26.02.2012, 16:14 UhrG.N.

    Ich wusste gar nicht, dass das Verfahren gegen die angebliche Rechtsterroristen bereits abgeschlossen und eine Verurteilung erfolgt ist. Ich bin der Meinung, dass die Gedenkfeier ein bisschen zu früh erfolgt ist! Noch gilt die Unschuldvermutung und die Ermittlungsbehörden sind bereits davon abgerückt zu behaupten, dass eine Nähe des relevanten Personkreises zur NPD bestanden habe!
    Daher braucht sich auch erst einmal niemand zu schämen.
    Weiterhin denke ich, dass die Besatzungsmacht England reichlich Unrecht in Griechenland verursacht hat, welches nach dem Kriege den Deutschen (Nachfolgebesatzung) nachweislich angelastet wurde. Vae Vivtis -Wehe dem Besiegten-! Wenn Sie so etwas behaupten, sollten sie erst einmal einschlägige Geschichtsbücher studieren.
    Nennen Sie mir bitte einen Politiker der etablierten Parteien, der das Vertrauen des Volkes verdient hätte. Die Masse der Klientel sitzt offensichtlich nur zur eigenen Bereicherung im Parlament und hat am Volkswillen überhaupt kein Interesse. Offensichtlich herrschen in der Beurteilung der Sachlage ein großes Fleckmar und keine besonderer Kenntniswille. Wie ist es sonst erklärlich, dass bestehende Gesetze am laufenden Band gebrochen (siehe Eu-Verträge –Bail Out u.s.w) gebrochen werden. Wenn Herr Friedrich der Überzeugung ist, dass Griechenland nicht gerettet werden kann, sollte er gegen das dritte Rettungspaket von 130 000 000 000 Euro der anstehenden Bankenhilfe (Tange) stimmen. Das griechische Volk wäre sicherlich dankbar dafür. Nur Lippenbekenntnisse zählen nicht.

  • 26.02.2012, 15:40 Uhrzgen

    @alwrsa: Was für ein Weltbild. Die Griechen als Ouzo-Säufer, die Italiener als Campari-Säufer und die Spanier als Portwein-Säufer abzustempeln. Sehr üble Kommentare hier im Handelblatt-Forum.

  • 26.02.2012, 15:35 Uhrzgen

    Beim deutschen Bauunternehmer? Siemens? Hochtief?

  • Die aktuellen Top-Themen
Ukraine: Nach Schusswechsel ist Russland empört

Nach Schusswechsel ist Russland empört

In der Ukraine bleibt die Lage angespannt. Bei einem Schusswechsel wurden mehrere Menschen getötet. Russland zeigt sich empört und sieht einen Verstoß gegen die Genfer Vereinbarungen.

Konflikt in der Ostukraine: USA drängen Russland zur Einhaltung der Vereinbarung

USA drängen Russland zur Einhaltung der Vereinbarung

Russland und der Westen interpretieren den Genf verabschiedeten Friedensplan für die Ukraine unterschiedlich. Moskau will vor allem faschistische Gruppen entwaffnen – Washington die Milizen im Osten des Landes.

Steuersünder unter Druck: Starker Bargeldschmuggel aus der Schweiz

Starker Bargeldschmuggel aus der Schweiz

Zurzeit versuchen Dutzende Steuersünder, Schwarzgeld aus der Schweiz nach Deutschland zu holen. Bei jedem dritten Auto wird das Zollamt fündig. Manche Deutsche greifen bei den Schmuggelaktionen tief in die Trickkiste.