Medienbericht
Geringes Interesse an der Blue Card

Deutschland sucht händeringend nach Fachkräften. Die Bundesregierung hat zu diesem Zweck die Blue Card eingeführt, die die Zuwanderung erleichtern soll. Doch das Interesse ist gering.
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BerlinDeutschland tut sich einem Zeitungsbericht zufolge schwer mit der Anwerbung hoch qualifizierter Zuwanderer. Die vor einem Jahr eingeführte Blue Card, die mehr ausländische Fachkräfte ins Land locken soll, treffe kaum auf Resonanz, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). Bis Ende Juni habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 8.879 Blue-Card-Inhaber gezählt. Davon seien allerdings nur 2.536 Personen (28,56 Prozent) wegen der Blauen Karte eingereist. Die restlichen Inhaber der Karte haben sich demnach bereits in Deutschland aufgehalten. „Bei den restlichen Inhabern liegt ein Statuswechsel aus einem anderen Aufenthaltsstatus heraus vor“, wird das Bundesamt zitiert.

Die meisten Blue-Card-Besitzer seien aus Indien gekommen, gefolgt von China und Russland. Das Bürgerkriegsland Syrien sei ebenfalls stark vertreten. Die Blue Card wurde im August 2012 eingeführt, um den Zuzug von Akademikern aus dem Ausland zu erleichtern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Geringes Interesse an der Blue Card"

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  • Nun leben die Menschen im Ausland auch nicht auf den Bäumen und können durchaus unterscheiden, welchen Lebensstandart man sich im eigenen Land oder in Deutschland vom jeweiligen Gehalt leisten kann.

    Wie wäre es, die bisherige ständige politische Propaganda in Deutschland einmal umzusetzen und die schulische und auch berufliche Qualifizierung (auch die Nachqualifizierung (z.B. IHK-Externenprüfungen) besser fördert als z.B. die Banken oder Großkonzerne? Das wäre auch ein Weg zum sozialen Frieden.

  • Akzeptanz für ausländische Abschlüsse:

    mir erzählte zufällig gerade heute ein Bekannter mit ner firma, dass bei ihm eine Absolventin eines Tourismusstudiums aus der Ukraine arbeitet --- er erzählte, er habe sich von ihr mal alle Studienleistungen, die zu erbringen waren angesehen:

    Das Studium Tourismus war vom Lehrplan her eher mit einer Ausbildung hier zu vergleichen und erfüllte angeblich nicht die Standards, die man hier erwarten würde. Behauptet er zumindest.

    es scheint also nicht immer eine Vergleichbarkeit zu geben, sondern Unterschiede. In der Zeit stand auch malm, dass man sich in Aserbaidschan z.B. seinen Abschluss und seine Noten kaufen kann, das Land hat voll Probleme mit Korruption und Bakschischwirtschaft.

  • Das stimmt so aber auch nicht. Es ist allseits bekannt, dass viele in DE lebende keine Schul- und Berufsabschlüsse haben und wesentlich öfter von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

    Ich leb in einem sozialen Brennpunkt in ner Großstadt. Nicht zufällig haben wir hier 45% Sozialtransferempfängerquote und 61% bei den kindern, während gleichzeitig 43% der hier lebenden Migrationshintergrund haben - hinzu kommen dann noch Spätaussiedler etc.

    wir sind hier multikulturell, aber eben auch schlecht ausgebildet, arm und viele arbeitslos. So ehrlich muss ich schon sein als Anwohner hier.

    ich hab im Migazin auch mal gelesen, dass über 60% der Einwanderer in DE keine Sekundarschulabschluss hat. Selbes stand auch in einer Studie einer US-Universität, dort stand drin, dass kein Land so schlecht qualifizierte Einwanderer hat wie DE. Das ist das Originalzitat.

    ich will hier niemanden pauschal verurteilen, aber fakt ist, dass DE auch in Berlin 56% der türkischen männer hat ohne Schulabschluss/Berufsausbildung. Das ist nunmal Tatsache und man muss es ehrlich aussprechen dürfen.

    Andere Länder sind sehr streng -- auf Xing erzählte einer, er als Biologe muss erstmal raus aus Neuseeland, weil die die Einwanderungsregeln mal ad hoc geändert haben. Da sind die sehr streng - wahrscheinlich weil Neuseeländer Vorrecht haben bei den Stellenbesetzungen.

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