Medienbericht
Jeder dritte Verfassungsschützer hat kein Internet

Jeder dritte Verfassungsschützer hat keinen eigenen Internetanschluss an seinem Arbeitsplatz. Bis heute müssen sich laut einem Medienbericht viele Mitarbeiter Internet-Terminals teilen. Die CDU fordert mehr Geld.
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BerlinJeder dritte der rund 2800 Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) hat nach einem Medienbericht keinen dienstlichen Anschluss ans allgemein zugängliche Internet. Das berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dabei handele es sich nicht nur um Verwaltungsangestellte und Sachbearbeiter, sondern auch um sogenannte Beschaffer, die Informationen über Extremisten mit allen nachrichtendienstlichen Mitteln besorgen sollen.

Die technische Aufrüstung der Behörde gehört zu den wichtigsten Initiativen des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen. Laut "WamS" bekommt die Behörde ab diesem Jahr jährlich drei Millionen Euro zusätzlich für IT-Technik. Dabei ist ein großer Rückstau zu bewältigen. Bis heute müssen sich dem Bericht zufolge Beschaffer Internet-Terminals teilen. Zudem sind viele Leitungen in dem Bundesamt völlig veraltet. "Nicht jeder Mitarbeiter braucht für seine Tätigkeit einen Zugang zum Internet. Dennoch wird es immer wichtiger für unsere Arbeit", sagte Maaßen der "Welt am Sonntag".

Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), forderte zusätzliches Geld im Haushalt 2014. Das Bundesamt müsse mit den neuesten technischen Entwicklungen Schritt halten, "sonst gibt es gravierende Defizite bei der Informationsbeschaffung und Gefahrenabwehr", sagte Bosbach der Zeitung. Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft verlangt mehr Geld für den Verfassungsschutz. "Es wäre ein echter Skandal, wenn jetzt irgendwelche Pfennigfuchser den fälligen Neustart beim Verfassungsschutz abbremsen", sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der "WamS".

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Jeder dritte Verfassungsschützer hat kein Internet"

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  • Absolut richtig. Es sollte für alle Behören der Zwang zu Open Source gesetzlich verpflichtend sein! Dann kann man die Backdoors im Sourcecode sehen.

  • "Das Bundesamt müsse mit den neuesten technischen Entwicklungen Schritt halten..."

    Bekommen die jetzt elektische Schreibmaschinen?
    Das ist zum Schreien beschämend!

  • Nachtrag:
    Ohne Internet ist der "Grundgesetz-Schutz" übrigens auch vor dem BND sicher: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/096/1709640.pdf

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