•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

Jeder vierte Lehrling bricht Ausbildung ab

Medienbericht
Jeder vierte Lehrling bricht Ausbildung ab

Die Abbrecherquote unter den Azubis ist hoch: Jeder vierte beendet seine Ausbildung nicht. Betroffen sind vor allem Berufe wie Kellner oder Umzugshelfer.
  • 10

BerlinFast jede vierte Lehre in Deutschland wird einem Zeitungsbericht zufolge abgebrochen. Wie die „Welt“ (Freitag) unter Berufung auf eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) für den Berufsbildungsbericht 2013 meldet, sieg die Abbrecherquote im Jahr 2011 auf 24,4 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit dem Wirtschaftsboom nach der Wiedervereinigung. Insgesamt 149 760 Ausbildungsverträge seien vorzeitig aufgelöst worden.

Dabei gebe es große Unterschiede zwischen den Berufen: Jeder zweite Kellner und Umzugshelfer beende seine Lehre nicht. Dagegen liege die Quote der Abbrecher unter Verwaltungsfachangestellten, Elektronikern und Bankkaufleuten weit unter zehn Prozent. Unter den Ländern verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die höchsten Abbrecherquoten. Jeder dritte Ausbildungsvertrag werde dort vorzeitig aufgelöst. Am unteren Ende der Rangskala lägen Baden-Württemberg und Bayern mit Quoten von knapp 20 Prozent.

Kommentare zu "Jeder vierte Lehrling bricht Ausbildung ab"

Alle Kommentare
  • Das ist total überraschend. Die hohe Zahl vielleicht, die Tendenz aber mitnichten. Nichts tun wollen, viel Geld verdienen, bei 0 Bildung und 0 Verantwortung. Habe erst am Wochenende einen Bericht über Unternehmer gesehen, der keinen Azubi für Segeltuchproduktion findet. Der Jugend gehts zu gut. Die spüren keinen Leistungsdruck. Der Staat wirds schon regeln und Geld überweisen. Hauptsache Smartphone, Youtube, Facebook und coole Klamotten.

  • Nachtrag: Ist wohl die Folge der Verhätschelungspolitik. Da wundert es auch nicht, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Süden stärker ist als im Norden Europas und bei der Jugend stärker als bei der älteren Bevölkerung.

  • Ist von den Jugendlichen auch durchaus rational.
    Wozu z.B. eine Bäckerlehre mit frühem Aufstehen und gehorchen müssen, wenn man genauso viel verdient wie mit Harz4.

  • Es ist aber auch eine deftige Zumutung, von einem Warmduscher und Schattenparker, gekleidet in Markenklamotten, mit MP3-Verabelung am Ohr, pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz, kontinuierliche Arbeitsleistung, Sauberkeit und Ordnung zu erwarten. Das sind alles Sekundärtugenden, die nicht mit den Menschenrechten harmonieren.

  • Entschuldigung? Bedenkt man die immer schlechter werdenede betriebliche Ausbildungsqualität, sollte einen diese Zahl nicht weiter verwundern. Welcher Azubi im Handwerk wird denn heute noch richtig ausgebildet? Ich selbst habe nach dem Studium einen Lehre zur Konditorin angefangen und bin jeden Tag aufs Neue erschrocken, wie wenig ich Azubi und wie sehr ich billige Arbeitskraft bin, die von oben herab behandelt wird.

  • "Unter den Ländern verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die höchsten Abbrecherquoten. Jeder dritte Ausbildungsvertrag werde dort vorzeitig aufgelöst. Am unteren Ende der Rangskala lägen Baden-Württemberg und Bayern mit Quoten von knapp 20 Prozent."

    Woran das wohl liegt?
    Liegt es daran, daß in Bayern und Baden-Württemberg die Schulen besser sind als in Berlin und MV?
    Liegt es daran, daß sich die Jugend in Berlin und MV in HartzIV eingerichtet hat?
    Liegt es daran, daß "Leistungsverweigerung" in bestimmten Kreisen wider "in" ist?

  • Dieser pauschalen Vorverurteilung der Jugend durch die Vorkommentatoren widerspreche ich vehement. Es sind Menschen, die die Ausbildung abbrechen. Menschen neigen nun mal zu falschen Entscheidungen. Und dazu gehören auch falsche berufliche Entscheidungen. Ich möchte nicht wissen, welche Vorwürfe von älteren Menschen meinen Vorkommentatoren in ihrer eigenen Jugend gemacht worden sind. 1978: "No future"?, 1968: Gammler? 1958: Rowdys?

  • Bei den Ausbildungsberufen mit den deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen (bspw. bei Bezahlung und Arbeitszeiten) finden sich die vorzeitigen Abbrüche deutlich häufiger. Verständlich, wer möchte schon gerne als Postzusteller oder als Kellner zu diesen oftmals schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten. Wenn hier eine Verbesserung bei den Arbeitsbedingungen stattfindet, wird sich die Quote der Abbrecher auch wieder deutlich reduzieren.

  • Liegt wohl daran, dass die Ausbildungsberufe in MV wohl hauptsächlich im touristische Bereich liegen und wer möchte schon als Kellner einen Hungerlohn verdienen, im Sommer rund um die Uhr arbeiten und im Winter regelmäßig arbeitslos sein. Da hilft nur eins: abbrechen, in ein Bundesland mit mehr Auswahl bei der Berufswahl zu ziehen und eine Ausbildung machen, die einem liegt.

  • Schön, diese pauschalen Urteile ohne Hintergrundwissen zu lesen. Mal daran gedacht, wie ein Azubi überleben soll, wenn er kein Fahrtgeld für Fahrten zur Berufsschule (bei Blockunterricht) erhält (Änderung gültig seit 2011), von den 400EUR Ausbildungsvergütung in den beispielhaft genannten Berufen noch Miete und Monatskarte für den Nahverkehr begleichen muss und leider perspektivisch gesehen nie eine Chance hat, ein lebensfähiges Einkommen zu erhalten. Gerade Mcpom ist da ja ein Paradebeispiel, Preise wie in St.Moritz von den Gästen verlangen aber den Angestellten ein Gehalt wie in östlichsten Polen bezahlen wollen... Natürlich beißt sich das. Die MP3-Hörer-tragenden nur in der Disco rumhängenden auf Hartz4 spekulierenden Negativ-Beispiele sind da nur ein verschwindend geringer Prozentsatz

Serviceangebote