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Medienbericht: Jeder vierte Lehrling bricht Ausbildung ab

Die Abbrecherquote unter den Azubis ist hoch: Jeder vierte beendet seine Ausbildung nicht. Betroffen sind vor allem Berufe wie Kellner oder Umzugshelfer.

Rund 25 Prozent der Aszbis beenden ihre Lehre nicht. Quelle: dpa
Rund 25 Prozent der Aszbis beenden ihre Lehre nicht. Quelle: dpa

BerlinFast jede vierte Lehre in Deutschland wird einem Zeitungsbericht zufolge abgebrochen. Wie die „Welt“ (Freitag) unter Berufung auf eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) für den Berufsbildungsbericht 2013 meldet, sieg die Abbrecherquote im Jahr 2011 auf 24,4 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit dem Wirtschaftsboom nach der Wiedervereinigung. Insgesamt 149 760 Ausbildungsverträge seien vorzeitig aufgelöst worden.

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Dabei gebe es große Unterschiede zwischen den Berufen: Jeder zweite Kellner und Umzugshelfer beende seine Lehre nicht. Dagegen liege die Quote der Abbrecher unter Verwaltungsfachangestellten, Elektronikern und Bankkaufleuten weit unter zehn Prozent. Unter den Ländern verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die höchsten Abbrecherquoten. Jeder dritte Ausbildungsvertrag werde dort vorzeitig aufgelöst. Am unteren Ende der Rangskala lägen Baden-Württemberg und Bayern mit Quoten von knapp 20 Prozent.

  • 31.01.2013, 16:57 UhrMadin

    Schön, diese pauschalen Urteile ohne Hintergrundwissen zu lesen. Mal daran gedacht, wie ein Azubi überleben soll, wenn er kein Fahrtgeld für Fahrten zur Berufsschule (bei Blockunterricht) erhält (Änderung gültig seit 2011), von den 400EUR Ausbildungsvergütung in den beispielhaft genannten Berufen noch Miete und Monatskarte für den Nahverkehr begleichen muss und leider perspektivisch gesehen nie eine Chance hat, ein lebensfähiges Einkommen zu erhalten. Gerade Mcpom ist da ja ein Paradebeispiel, Preise wie in St.Moritz von den Gästen verlangen aber den Angestellten ein Gehalt wie in östlichsten Polen bezahlen wollen... Natürlich beißt sich das. Die MP3-Hörer-tragenden nur in der Disco rumhängenden auf Hartz4 spekulierenden Negativ-Beispiele sind da nur ein verschwindend geringer Prozentsatz

  • 25.01.2013, 12:29 UhrAuswanderer

    Liegt wohl daran, dass die Ausbildungsberufe in MV wohl hauptsächlich im touristische Bereich liegen und wer möchte schon als Kellner einen Hungerlohn verdienen, im Sommer rund um die Uhr arbeiten und im Winter regelmäßig arbeitslos sein. Da hilft nur eins: abbrechen, in ein Bundesland mit mehr Auswahl bei der Berufswahl zu ziehen und eine Ausbildung machen, die einem liegt.

  • 25.01.2013, 10:41 UhrCorvin

    Bei den Ausbildungsberufen mit den deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen (bspw. bei Bezahlung und Arbeitszeiten) finden sich die vorzeitigen Abbrüche deutlich häufiger. Verständlich, wer möchte schon gerne als Postzusteller oder als Kellner zu diesen oftmals schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten. Wenn hier eine Verbesserung bei den Arbeitsbedingungen stattfindet, wird sich die Quote der Abbrecher auch wieder deutlich reduzieren.

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