Medienbericht
Müntefering will Clements Parteiausschluss verhindern

SPD-Chef Franz Müntefering will einem Magazinbericht zufolge den Parteiausschluss von Wolfgang Clement verhindern. Dazu hat er gegenüber dem Magazin die Teilnahme an der Bundesschiedskommission der Partei angekündigt. Rückendeckung bekommt Clement auch von anderen Genossen.

HB MÜNCHEN. Clement selbst werde nicht erscheinen. Clements Rechtsbeistand, der frühere Innenminister Otto Schily (SPD), werde vor dem Gremium eine Erklärung abgeben, die inhaltlich mit Clements Aussage vom August übereinstimme, schreibt das Magazin. Darin hatte Clement bedauert, die Gefühle hessischer Parteifreunde verletzt zu haben. Kurz vor der hessischen Landtagswahl im Januar hatte Clement die energiepolitische Pläne der dortigen SPD scharf kritisiert.

Müntefering hatte sich bereits Ende Juli für einen Verbleib Clements in der Partei ausgesprochen. Rückendeckung erhielt Clement auch von anderen prominenten SPD-Politikern. So sprach sich der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend, für ihn aus. "Ich habe die Hoffnung und feste Erwartung, dass das Thema am Montag abgeräumt wird", sagte Wend der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". "Wolfgang Clement ist ein überzeugter Sozialdemokrat. Wir brauchen ihn dringend in unseren Reihen."

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bochum-Hamme, Rudolf Malzahn, der das Ausschlussverfahren mit ins Rollen gebracht hatte, forderte Clement erneut auf, seinen "Aufruf zur Nichtwahl der SPD" vor der hessischen Landtagswahl zurückzunehmen. "Da bleiben wir standhaft", sagte Malzahn der Zeitung.

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