HB BERLIN. Unternehmen müssten ab Januar 0,41 Prozent statt bisher 0,1 Prozent der Bruttolöhne ihrer Beschäftigten als Insolvenzgeldumlage zahlen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums. Damit würden die steigenden Ausgaben für Arbeitnehmer von insolventen Unternehmen finanziert.
Laut dem Blatt rechnet die Regierung in diesem wie auch im kommenden Jahr mit 1,7 Mrd. Euro Ausgaben für das Insolvenzgeld. Bei der Bundesagentur für Arbeit, die das Geld auszahlt, sei bereits ein Minus von knapp 1,1 Mrd. Euro aufgelaufen. Dieses solle durch die höheren Einnahmen 2010 ausgeglichen werden.
Bei Insolvenz einer Firma erhalten Arbeitnehmer maximal drei Monate lang Insolvenzgeld, wenn sie noch Anspruch auf Lohn haben.