_

Medienbericht: Regierung vervierfacht Insolvenzgeldumlage

Wegen des Anstiegs der Insolvenzen will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Insolvenzgeldumlage vervierfachen. Der Bund rechnet dem Bericht zufolge im kommenden Jahr mit deutlich erhöhten Ausgaben für das Insolvenzgeld, die durch die Erhöhung ausgeglichen werden sollen.

HB BERLIN. Unternehmen müssten ab Januar 0,41 Prozent statt bisher 0,1 Prozent der Bruttolöhne ihrer Beschäftigten als Insolvenzgeldumlage zahlen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Verordnung des Bundesarbeitsministeriums. Damit würden die steigenden Ausgaben für Arbeitnehmer von insolventen Unternehmen finanziert.

Anzeige

Laut dem Blatt rechnet die Regierung in diesem wie auch im kommenden Jahr mit 1,7 Mrd. Euro Ausgaben für das Insolvenzgeld. Bei der Bundesagentur für Arbeit, die das Geld auszahlt, sei bereits ein Minus von knapp 1,1 Mrd. Euro aufgelaufen. Dieses solle durch die höheren Einnahmen 2010 ausgeglichen werden.

Bei Insolvenz einer Firma erhalten Arbeitnehmer maximal drei Monate lang Insolvenzgeld, wenn sie noch Anspruch auf Lohn haben.

  • Die aktuellen Top-Themen
Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.

IWF-Chefin wird deutlich: Lagarde zeigt wenig Mitleid für die Griechen

Lagarde zeigt wenig Mitleid für die Griechen

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, hält den Druck auf Griechenland für angemessen. Ihr Ratschlag an die Griechen: „Sie sollten sich alle zusammen selber helfen, indem sie ihre Steuern zahlen.“

Afghanistan: Acht Zivilisten bei Nato-Angriff getötet

Acht Zivilisten bei Nato-Angriff getötet

Ein Nato-Angriff hat in Afghanistan offenbar eine ganze Familie ausgelöscht. Sechs Kinder und deren Eltern sind laut der Provinzregierung ums Leben gekommen. Am Vortrag gab es bereits tödliche Gefechte mit der Taliban.