Medienbericht
Rot-Grüne Länder planen Vorstoß zur Vermögenssteuer

Eine Bundesratsinitiative soll offenbar nach der Sommerpause die Wiedereinführung der Vermögenssteuer in Gang bringen. Im Gespräch ist ein Steuersatz von einem Prozent auf Vermögen.
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StuttgartRot-grün geführte Bundesländer planen nach der Sommerpause einen Vorstoß zur Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Baden-Württembergs Finanzminister Nils Schmid kündigte in der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstagausgabe) eine entsprechende Bundesratsinitiative an.

Der SPD-Landeschef ist allerdings dafür, Betriebe zu schonen. „Ich kann mir vorstellen, Betriebsvermögen ganz aus der Besteuerung herauszunehmen“, sagte er. Damit sollten wirtschaftliche Nachteile für Standorte und Arbeitsplätze vermieden werden.

Nach der Variante, über die zurzeit diskutiert werde, sollten rund 150.000 natürliche Personen und 160.000 Kapitalgesellschaften die Vermögensteuer zahlen. Im Gespräch ist ein Steuersatz von einem Prozent auf Vermögen. Baden-Württemberg will indes erreichen, dass die Länder die Sätze zur Vermögensteuer selbst festlegen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Rot-Grüne Länder planen Vorstoß zur Vermögenssteuer "

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  • Bei der deutschen Politik krieg ich immer nenn dicken Hals!
    Aber wenn ich rot/grün höre/sehe/lese wird’s richtig gruselig!

  • Bitte die Steuer in der gesamten EU vorschlagen, ich bin auf die Reaktionen gespannt.

  • Und wie wollen Sie eine auch nur halbwegs gerechte Bewertung der unterschiedlichen Assets durchführen? Bargeld, o.k. ist einfach. Aktien und Anleihen geht auch noch. Aber jetzt kommts. Immobilien? Wie wollen Sie eine Immobilie bewerten? Gutachten? Eine Möglichkeit. Nur 3 Gutachten 3 stark von einander abweichende Werte. Und was ist mit Kunstwerken?

    Sie sehen, es gibt da Schwierigkeiten noch und noch. Und hinzu kommt noch dass die Finanzverwaltung schon jetzt aufgrund der sich ständigen Rechtslage total überlastet ist. Eine weitere Steuer ist allein aus diesem Grunde nicht vertretbar, denn, in der Zeit wo sich ein Sachbearbeiter/in mit der VSt. beschäftigt kann er/sie sich nicht um die wirklich relevanten Steuerfälle kümmern.

    Fazit: Eine VSt. kann nur jemand fordern der sich noch nie mit der gesamten Steuerproblematik beschäftigt hat und/oder auch noch nie in einem Finanzamt gearbeitet hat.

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