Medienbericht
Rund 50.000 Anträge auf Betreuungsgeld eingegangen

Das Betreuungsgeld steigt offenbar in seiner Beliebtheit. Zwei Monate nach dem Start sind mehr als 50.000 Anträge auf die Leistung bei den Ländern eingegangen. Besonders im Westen ist das Betreuungsgeld gefragt.
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BerlinNach dem zunächst schleppenden Start des von der Bundesregierung eingeführten Betreuungsgelds ist das Interesse der Eltern offenbar deutlich gestiegen. Zwei Monate nach dem Start der neuen Leistung wurden mehr als 50.000 Anträge gestellt, wie die „Passauer Neue Presse“ am Samstag berichtete. Die Zahlen stützen sich auf Anfragen der Zeitung bei den zuständigen Behörden und Ministerien in 16 Bundesländern. 14 Länder hätten exakte Angaben gemacht, der Stand der Anträge belief sich demnach zusammengerechnet auf knapp über 50.000. Aus Niedersachsen und Brandenburg fehlten dem Bericht zufolge die Zahlen.

Mit 14.069 verbuchte das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen demnach die meisten Anträge auf Betreuungsgeld. In Bayern waren es 11.953, in Baden-Württemberg 10.852. In Hessen wurden 5088 Anträge registriert, in Hamburg 1074. Weniger gefragt war das Betreuungsgeld bislang dem Bericht zufolge in Thüringen (713 Anträge), Berlin (534) und Mecklenburg-Vorpommern (365).

Anspruch auf die monatlich 100 Euro haben Eltern, die ihre ab dem 1. August 2012 geborenen Kinder nicht in staatlich geförderte Betreuung geben. In vielen Bundesländern sei die Ablehnungsquote weiter hoch, berichtete die Zeitung als Ergebnis ihrer Umfrage. So seien in Berlin 34 Prozent der Anträge zurückgewiesen worden, weil es um Kinder ging, die vor dem Stichtag 1. August 2012 geboren wurden. In Nordrhein-Westfalen lag die Ablehnungsquote demnach bei 22,5 Prozent, in Hessen bei rund 20 Prozent.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Rund 50.000 Anträge auf Betreuungsgeld eingegangen"

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  • Hallo Mad_Cow.
    leider scheint es Ihnen wie so vielen zu gehen - Sie sind schlecht informiert! Dieses Betreuungsgeld gibt es nicht bis zur Einschulung! Dieses Betreuungsgeld wird bis zum 3. Lebensjahr gezahlt, länger nicht!

  • Man fragt sich an wen das Betreuungsgeld ausgezahlt wird.
    Das es in NRW am meisten Anträge gibt, zeigt das es wenige Müller und Meiers sein werden. Aber das werden wir nie erfahren, so eine Studie würde von von sofort verboten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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