Medienbericht
Von der Leyen gibt angeblich Zuschussrente auf

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen soll ihre Pläne für die Zuschussrente fallen gelassen haben. Stattdessen setze sie nun das Modell, das auch die Kanzlerin favorisiert, heißt es in einem unbestätigten Bericht.
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Berlin/LeipzigBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat nach einem Zeitungsbericht ihre Pläne für eine teilweise aus Beitragsmitteln finanzierte Zuschussrente gegen Altersarmut aufgegeben. Nach Darstellung der „Leipziger Volkszeitung“ (Donnerstag) unterstützt die Ministerin nun das vom Arbeitnehmerflügel der Union und von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) favorisierte Modell einer gedeckelten Rente nach Mindesteinkommen. Eine Bestätigung für den Bericht gab es im Ministerium und in Unionskreisen allerdings nicht.

Auf den neuen Kurs hätten sich die Sozial- und Rentenexperten der Union grundsätzlich mit von der Leyen geeinigt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Teilnehmer einer Arbeitsgruppensitzung zur Vorbereitung des für den 4. November geplanten nächsten Treffens des Koalitionsausschusses. Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte: „Die Verhandlungen dauern noch an. Ich kann das nicht bestätigen.“ Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Renten-Arbeitsgruppe, Karl Schiewerling (CDU).

Eine - ungedeckelte - Rente nach Mindesteinkommen zur Aufstockung von Rentenansprüchen langjähriger Geringverdiener gab es schon einmal bis Anfang der 90er Jahre. Sie wurde aber wegen hoher Kosten und Streuverlusten wieder fallen gelassen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Dümmste was dem Arbeitgeber passieren kann, ist die Rentenbeitragssatz-Senkung. Denn hier zahlt auch der Arbeigeber 50% mit ein für den späteren Rentenanspruch des Arbeitnehmers. Billiger kann er nicht seine Rente erhöhen als über den durch den Arbeitgeber mitfinanzierten Beitrag. Das bringt mehr als die paar EURO zusätzlich im Portemonnaie durch ein Beitragssatz-Senkung. Das ist wieder mal Volksverdummung pur. Freuen kann sich nur der Arbeigeber. Anstatt also über diese dämliche Zusatzrentengeschichte zu debattieren, sollte erst man hier nachgebessert werden in Richtung Rentenbeitragserhöhung, denn das allein bringt dem Arbeitnehmer Vorteile. Er muss weniger anderweitig ansparen für das Alter, wobei dann der Staat stets bei den Zinsen mitkassiert. Das vermeidet man bei einer höheren Rentenbeitragsquote.

  • Von der Leyen gibt vermutlich Zuschussrente auf, wenn sie gescheit ist.
    Es ist schon erstaunlich wie weltfremd unsere Politiker agieren. Immer wieder werden unvernünftige Pläne und Reformen geschmiedet, die so niemals aufgehen können. Das kommt daher, weil unsere Politiker die Situationen der Betroffenen falsch einschätzen. Aus der Sicht der Bevölkerung sehen viele Dinge wesentlich anders aus. Das ist ein sehr großes Problem, was unsere Politiker haben.

  • @ G.N.
    Einverstanden, ich wußte aber nicht, daß die auch im Bundestag vertreten sind und zu Nomenklatura gehören ?
    Habe ich da was verpasst ?

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