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Medienberichte: Deutschland gibt bei Zypern-Hilfspaket nach

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will sich die Bundesregierung dem geplante EU-Hilfspaket für Zypern nicht länger verweigern. Damit beugt sich Berlin dem Druck von Euro-Partnern, EU-Kommission und EZB.

Trotz großer Vorbehalte dürfte Deutschland eine Rettungsaktion Zyperns am Ende wohl mittragen müssen. Der Zwist zwischen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (rechts) und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi (links), sollte damit entschieden sein. Quelle: dapd
Trotz großer Vorbehalte dürfte Deutschland eine Rettungsaktion Zyperns am Ende wohl mittragen müssen. Der Zwist zwischen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (rechts) und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi (links), sollte damit entschieden sein. Quelle: dapd

MünchenDie Bundesregierung gibt ihren Widerstand gegen das geplante EU-Hilfspaket für Zypern nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" auf. Zwar habe vor allem Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) weiter große Vorbehalte, berichtet die Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe. In Regierungskreisen heiße es jedoch, der Druck der Euro-Partner, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) sei zu groß. Daher werde Deutschland eine Rettungsaktion am Ende wohl mittragen müssen. Die Regierung Zyperns scheine erstmals zu tief greifenden Reformen bereit zu sein.

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Das Rettungspaket könne kleiner ausfallen als bisher angenommen, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Nikosia hatte im Sommer 2012 um finanzielle Hilfe gebeten. Bisher rechneten die Euro-Partner mit 17,5 Milliarden Euro, was beinahe der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes entspricht. Die zyprische Regierung erwartet mittlerweile, dass sie statt zehn Milliarden nur noch etwa acht Milliarden Euro für die Bankensanierung benötige.

In einigen Euro-Staaten - vor allem in Deutschland - gibt es Vorbehalte gegen Hilfen. Dem Land wird vorgeworfen, nicht entschieden gegen Steuerbetrug und Schwarzgeld etwa aus Russland vorzugehen.

Der gerade abgetretene Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker warnt vor einer zögerlichen Lösung der Schuldenprobleme Zyperns. "Man sollte das Problem Zypern nicht unterschätzen", sagte er der "Kleinen Zeitung" (Mittwochausgabe). "Das wird für beide eine enorme Herausforderung, für Zypern wie für die Euro-Zone. Die Zeit drängt. Wenn wir den Problemfall Zypern nicht entschlossen lösen, geht selbst von dieser sehr kleinen Volkswirtschaft eine Ansteckungsgefahr aus", sagte Juncker der österreichischen Tageszeitung.

Trotzdem wird sich Europa nach Worten Junckers nicht bedingungslos an die Seite Zyperns stellen. "Ich glaube nicht, dass Griechenland eine Rettung um jeden Preis war, und wir werden auch im Fall Zypern keine Rettung um jeden Preis zulassen. Aber wir müssen handeln", sagte Juncker.

Die Regierung in Nikosia hatte im Sommer 2012 um finanzielle Hilfe gebeten. Mit dem Geld will der Mittelmeerstaat vor allem marode Banken stabilisieren. In einigen Euro-Staaten - vor allem in Deutschland - gibt es Vorbehalte gegen ein Rettungspaket, da Zypern die Banken mit Niedrigsteuersätzen ins Land gelockt hat und im Verdacht steht, halbherzig gegen Geldwäscheaktivitäten vor allem russischer Kontobesitzer vorzugehen.

  • 10.03.2013, 02:47 UhrEtna_alias_Mongibello

    Das Problem ist, dass die größten Betrügereien anscheinend vor Gericht stattfinden. Oder wie, glauben Sie, können die Polit-Funktionäre sonst alle frei rum laufen, nach all den Vertragsbrüchen der Jahre seit der Euro-Einführung?

  • 10.03.2013, 02:20 UhrEtna_alias_Mongibello

    Die deutschen Politiker sind tatsächlich die dümmsten von allen.

    Zypern hat laut Wikipedia im Jahr 2011 1.120.489 Einwohner gehabt. Die Wirtschaftskammer Österreich weist für 2012 eine Ew-zahl von 900.000 aus. Aber was weiß schon die WKO? Die sind eigentlich die letzten, die man fragt.

    Also schauen wir in den Fischer Weltalmanach und finden eine dritte Zahl von 789.000 Einwohnern. Scheiße! Was nun?

    Obwohl die konkrete Zahl im Wiki am vertrauenswürdigsten erscheint, dort aber kein BIP ausgewiesen wird, vertraue ich dem Weltalmanach am ehesten. Laut ihm liegt das BIP des Landes bei 24.940 US-Dollar per anno. Multiplizieren wir dies konkrete Zahl mit der weniger konkreten Zahl von 789.000 Einwohnern, ergibt sich ein BIP von 19.677.660.000 Dollar.

    Und man will denen Hilfen von vorerst 17 Mrd. Euro zukommen lassen? Obwohl das BIP nur 15.137.825.986,61 Euro per anno ergibt?

    Eine Sauerei! Wenn Banken in so einem unbedeutenden kleinen Land durch Fehlspekulation einen so extremen Boom auslösen und diese kleine Wirtschaft damit in die Pleite treiben, dann hat man alle, ja, auch unsere Banken pleite gehen zu lassen. Basta!

    Die großen Einleger haben die Abschreibungen zu tragen und den kleinsten hat man das Geld wieder zur Verfügung zu stellen – und aus!

    Jagt euren Polit-Eliten-Dreck raus aus Deutschland! Er wird eure bisher starke Wirtschaft maßlos ruinieren.

  • 02.03.2013, 14:25 UhrGiselle

    Schäuble und Merkel gehören wegen Landesverrat vor Gericht!Und mit Ihnen all die anderen Marionetten der Finanzmafia, deren vergoldeten Arsch der kleine Mann mit seinen Steuern retten soll. Die eurokratischen Oligarchen der Bankenverbrecher und das Finanzgesindel ihren Schattenbanken werden mittels der CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE - Bagage vor ihren eigenen Risiken und Verlusten schamlos und Rechtsstaatsverachtend jenseits jeglicher demokratischer Legitimation vor ihrer gerechten Strafe gedeckt.
    Haften soll der ewig dämliche Bild-Zeitungsleser während die Schere zwischen arm und reich alles zerschneidet.
    Wie ruhig und blöde sind die Deutschen eigentlich (noch)?

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