Medienberichte
Rentenbeitrag soll auf 18,9 Prozent sinken

Der Rentenbeitragssatz soll einem Zeitungsbericht zufolge zum Jahreswechsel stärker sinken als bisher bekannt. Grund seien die Rücklagen in der Rentenkasse, die noch höher als erwartet liegen.
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BerlinAngesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich eine noch deutlichere Senkung des Rentenbeitragssatzes ab als bisher geplant. Es verdichteten sich die Anzeichen, dass der Satz von derzeit 19,6 Prozent zum Jahreswechsel unter die bislang angepeilte Marke von 19,0 Prozent sinken könne, hieß es am Freitag in Berliner Koalitionskreisen. Eine Entscheidung könne möglicherweise schon kommende Woche fallen.

Bevor der Rentenbeitragssatz festgelegt werden kann, müssen noch die Daten der Rentenschätzer mit denen der Steuerschätzer abgeglichen werden. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, die Bundesregierung wolle den Beitragssatz von derzeit 19,6 Prozent auf 18,9 Prozent senken. Durch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt habe die Rentenversicherung noch höhere Rücklagen als angenommen bilden können.

Die „eiserne Reserve“ der Rentenkasse dürfte zum Jahresende auf 28,8 Milliarden Euro steigen, knapp das 1,7-fache einer Monatsausgabe. Laut Gesetz ist der Beitrag zu senken, wenn die Rücklage das 1,5-fache einer Monatsausgabe übersteigt. Opposition und Gewerkschaften sind aus Sorge vor künftig zu niedrigen Renten gegen eine Senkung des Beitragssatzes.

Im Bundesrat war in der vergangenen Woche die Länderfront gegen die Absenkungspläne gebröckelt. Ein Antrag aus dem rot-grünen Lager, auf die Absenkung zu verzichten, fand keine Mehrheit. Entgegen den Ankündigungen hatten die von großen Koalitionen regierten Länder Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Antrag nicht unterstützt. Das Gesetz zum Rentenbeitrag hätte aber ohnehin am Ende nicht die Zustimmung des Bundesrates benötigt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist der Gipfel der Volksverdummung!
    Der Staat rät den Bürgern selbst Vorsorge fürs Alter zu tätigen. Das bedeutet, alle Zinsen auf die Ersparnisse belegt der Staat noch mal mit Steuern.
    Aber wenn man den Rentenbeitrag übers Gehalt zahlt fallen keine Verszinsungkosten an. Zahlt man nun aber weniger Rentenbeitrag, bekommt man am Ende nicht nur einfach weniger Rente angerechnet, nein doppelt weniger Rente, da der Arbeitgeber 50% des Rentenbeitrages der Gehaltsempfänger mittragen muss. Die Maßnahme der Rentenbeitrags-Senkung bewirkt also letzten Endes eine Bevorteilung der Arbeitgeber und eine Benachteiligung der Arbeitnehmer. Das sollte ein jeder Bedenken, wenn er glaubt er habe nun mehr im Portemonnaie - letztlich ist es weniger. Für so dumm verkauft die Regierung das Volk, das es für derartige Maßnahmen wahrscheinlich auch noch Wählerstimmen erwartet. Ein Anheben der Rentenbeitragssätze würde dem Arbeitnehmer hinsichtlich seiner späteren Alterssicherung wesentlich mehr einbringen, als nebenbei selber dafür noch sparen zu müssen.

  • @RobertKlausewitz

    Der Beitrag auf der von Ihnen angegebenen Seite ist viel zu einseitig. Was das Rentensystem behindert sind die vielen Ausnahmen, die sinkenden Reallöhne ect.
    Warum sind heutzutage viele Kinderlos? Weil man sich Kindern nicht mehr leisten kann - so einfach ist das. Kinder bekommen heisst - wegfall eines Gehaltes. Aber die meisten Arbeiter und Angestellten können mit einem Gehalt eben keine Wohnung bezahlen, die für 3 Personen reicht dann noch den normalen Lebensunterhalt, Kindergartengeld, Schulgeld, Kinderkleidung (warum kostet ein T-Shirt für ein Kind das selbe wie für einen Erwachsenen) ect.
    Die Single und Kinderlosen haushalte sind ein Problem für die demogrphische Entwicklung - das stimmt schon - aber man muss auch fragen warum dieses "Problem" immer häufiger wird und wie man das ändern kann, bevor man ihnen die Schuld in die Schuhe schiebt. Das vergessen die Herren Schreiberlinge aber immer wieder zu erwähnen.

  • RobertKlausewitz
    Also auch Sie sind auf die Propaganda der letzen Tage reingefallen, nachdem es den Rentnern angeblich so gut geht
    die Zahlen, die da genannt wurden, sind leider nicht stimmig, weil sie auch viel zu pauschal ind ie Welt gesetzt wurden.
    Wenn ich das alles so gelesen habe, sind da massenhaft Pensionäre dabei, aber keine Rentner
    Der deutsche Eckrenter, so nennt sich das, erhält zwischen 900 und 1000 €
    Und Ihre freche Bemerkung die Alten nehmen den Jungen alles weg, ist einfach nur dreist.
    Das ist das Mißfelder-Gegröle, was einige Junge im Bundestag ja mitmachen
    Mein Sohn hätte so viel bulshit nicht mal mit 15 Jahren von sich gegeben

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