Mehr als 100 Millionen Schaden
Laborärzte wegen Betrug vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat Anklage gegen zwei Laborärzte erhoben. Den beiden Medizinern wird Betrug in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro erhoben.

HB LÜBECK. Das Gericht wirft den beiden Ärzten aus Geesthacht in Schleswig-Hostein vor, mit falschen Abrechnungen kassenärztliche Vereinigungen in ganz Deutschland geprellt zu haben. Gegen die Ärzte war seit zwei Jahren ermittelt worden. Einer der beiden Angeklagten soll ein bundesweites Netz von scheinselbstständigen Praxen unterhalten haben. Die dort tätigen und von dem Angeklagten wirtschaftliche abhängigen Ärzte sollen auf seine Anweisung hin Leistungen mit den kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet haben, obwohl das gegen das vertragsärztliche Zulassungsrecht verstößt.

Mit seinem Mitangeklagten soll er zum Schein eine Praxisgemeinschaft gegründet haben, um eine zweite Abrechnungsnummer bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu bekommen. Mit der Verlagerung von Laboranalysen auf die angeblich eigenständige Praxis des Kollegen hätten beide Aufschläge auf ihre Honorare erhalten, weil sie unter einer bestimmten Abrechnungssumme geblieben waren. Tatsächlich arbeiteten beide Ärzte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft in ein und derselben Praxis.

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