Mehr Effizienz: Hartz-IV-Betreuer müssen in den Wettbewerb

Mehr Effizienz
Hartz-IV-Betreuer müssen in den Wettbewerb

Die Betreuungsstellen für ALG-II-Empfänger sollen künftig miteinander verglichen werden. BA-Vorstand Alt erhofft sich dadurch mehr Effizienz bei der Vermittlung.

HB BERLIN. Um die Effizienz der Betreuungszentren für Langzeitarbeitslose zu steigern, strebt die Bundesagentur für Arbeit (BA) einen stärkeren Wettbewerb zwischen den Arbeitsgemeinschaften an. Wie bei den örtlichen Arbeitsagenturen sollen in regelmäßigen Abständen die Leistungen der Hartz-IV-Betreuer einander gegenüber gestellt werden, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der dpa.

«Wir werden die Arbeitsgemeinschaften künftig vor allem an zwei Punkten messen: Wie entwickelt sich die Summe der ausgezahlten Grundsicherung und wie viele Arbeitslose haben sie in Beschäftigung vermittelt», schildert Alt. Diese Ergebnisse sollen dann mit den Erfolgen anderer Arbeitsgemeinschaften verglichen werden.

Die rund 350 Arbeitsgemeinschaften wurden im Zuge der Arbeitsmarktreform Hartz IV geschaffen und sind mit Beschäftigten der Sozialämter und der Arbeitsagenturen besetzt. Betroffene sollen dort aus einer Hand betreut werden, was neben der Job-Vermittlung auch Schuldnerberatung sowie psycho-soziale und Kinderbetreuung umfasst.

Nach Worten von Alt sollen sich die Arbeitsgemeinschaften bei der Vermittlung von ALG-II-Empfängern künftig zunächst auf drei Gruppen konzentrieren: Jugendliche, allein erziehende Frauen und Männer sowie Arbeitslose ausländischer Herkunft. «Jeder Jugendliche erhält künftig spätestens drei Monate nach der Arbeitslosenmeldung ein seinen Interessen und seiner Eignung angemessenes Angebot», betonte Alt. Dies könne ein Ausbildungsplatz, ein Job oder auch ein Fort- und Weiterbildungsangebot sein.

Bei der Vermittlung allein erziehender Frauen werde es darum gehen, ihnen gemeinsam mit den Kommunen ein «intelligentes und flexibles Angebot zur Kinderbetreuung» zu machen. «In Großstädten kann das zum Beispiel bedeuten, Kinderbetreuung an Samstagen bis um 21.00 Uhr anzubieten, um arbeitslosen Frauen wieder zu erlauben, etwa ihrem Beruf als Verkäuferinnen nachzugehen», fordert Alt.

Im Falle von erwerbslosen Ausländern werde man praxisorientierte berufsbezogene Sprachkurse entwickeln müssen, etwa für eine Beschäftigung in der Gastronomie oder im Dienstleistungsgewerbe.

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