Mehr Flexibilität
Bundesrat billigt Elterngeld Plus

Die Elternzeit und das Elterngeld können demnächst flexibler genutzt werden. Der Bundesrat hat nun das neue Gesetz zum Elterngeld Plus genehmigt. Das Gesetz soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern.
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BerlinDas Elterngeld bietet künftig mehr Flexibilität für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Der Bundesrat billigte am Freitag das vom Bundestag Anfang November verabschiedete Gesetz zum sogenannten Elterngeld Plus. Damit können Väter und Mütter künftig die Familienleistung doppelt so lange nutzen wie das bisherige Elterngeld. Auch die dreijährige Elternzeit wird flexibler gestaltet. Bis zu 24 Monate davon können später, bis zum vollendeten achten Lebensjahr des Kindes, in Anspruch genommen werden.

Die Reform soll junge Väter und Mütter animieren, nach der Geburt eines Kindes frühzeitig in Teilzeit in den Beruf zurückzukehren. Wurde früher das Teilzeiteinkommen auf das Elterngeld angerechnet, kann mit der Reform nun das halbe Elterngeld parallel bezogen werden. Der Bezug der Familienleistung kann so auf 28 Monate gestreckt werden - statt bislang maximal 14 Monate. Einen Partnerschaftsbonus von vier Monaten können Paare bekommen, die parallel in Teilzeit gehen und sich die Betreuung des Nachwuchses in dieser Zeit teilen.

Das Gesetz tritt zum 1. Januar 2015 in Kraft, es gilt für Geburten ab dem 1. Juli 2015. Flexibler wird damit auch die Elternzeit: Wie bisher können Eltern bis zum dritten Geburtstag eines Kindes eine unbezahlte Auszeit vom Job nehmen. Künftig können aber 24 Monate statt bisher zwölf auch später, zwischen dem dritten und achten Geburtstag, genommen werden. Väter und Mütter können diese Auszeit in bis zu drei Abschnitte aufteilen. Arbeitgeber können erst vor dem dritten Abschnitt dringende betriebliche Gründe anführen, wenn sie einen Antrag ablehnen wollen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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