Mehr Geld ab 2015
Erste Stufe der Pflegereform verabschiedet

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erhalten ab 2015mehr Geld und bessere Betreuungsangebote. Das ist Inhalt der vom Bundestag verabschiedeten Pflegereform. Die Opposition kritisiert die Maßnahme als unzureichend.
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BerlinDer Bundestag hat die erste Stufe der Pflegereform der großen Koalition verabschiedet. Mit dem Gesetz erhalten die 2,6 Millionen Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen ab dem kommenden Jahr höhere finanzielle Leistungen und verbesserte Betreuungsangebote.

Um die Maßnahmen zu finanzieren, steigt der je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu finanzierende Beitragssatz um 0,3 Prozentpunkte. Das erbringt 3,6 Milliarden Euro.

Mit dem zusätzlichen Geld werden die finanziellen Leistungen an die Pflegebedürftigen um vier Prozent erhöht. Zudem steigt die Zahl der Betreuungskräfte in Heimen von 25.000 auf 45.000. Die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Tages-, Kurzzeit- und Nachtpflege werden ausgebaut, um Angehörige zu entlasten. Mit einem Vorsorgefonds sollen zudem 1,2 Milliarden Euro pro Jahr für die Zeit nach 2035 angespart werden, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ins Pflegealter kommen.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe sagte, die Reform helfe Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, die Pflege zu Hause zugeschnitten auf ihren Bedarf zu organisieren. So könnten sie etwa auch Haushaltshilfen oder Begleiter im Alltag in Anspruch nehmen. Die Opposition kritisierte die Maßnahmen als unzureichend.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mehr Geld ab 2015: Erste Stufe der Pflegereform verabschiedet"

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  • Zuerst einmal müßte mal ein bißchen genauer geprüft werden, wer denn wirkliche pflegebedürftig ist
    Nur weil Oma Diabetikerin ist und die Tochter einmal am Tag zu ihr in dei Wohung geht um ihr die Spritze zu geben, weil Oma da nicht mehr so gut alleine kann, da Diabetiker Probleme mit den Augen haben, kann es nicht sein, dass die Tochter gleich Pflegegeld bekommt. Dafür würde ich mich schämen.
    So läuft es aber, ich weiß dies aus eigener beruflicher Erfahrung

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