Mehr Ingenieurstudenten
Zahl der Studienanfänger auf Rekordhoch

Studieren bleibt im Trend: Die Zahl der Studienanfänger stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 386 500, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Damit wurde der bisherige Rekord von 2003 gebrochen. Besonders beliebt waren Fachhochschulen bei den Erstsemestern. Am stärksten profitieren die Ingenieurwissenschaften.

HB FRANKFURT. Bundesbildungsministerin Annette Schavan zeigte sich über die Zahlen erfreut. Im vergangenen Jahr wurde der bisherige Rekord von 2003 um 9 000 Erstimmatrikulierte oder 2,4 Prozent übertroffen. Im Vergleich zu den Zahlen vor fünf Jahren zeichnet sich ein deutlicher Trend zu Fachhochschulen ab: Die Zahl der Studienanfänger stieg bei dieser Hochschulart um 21,5 Prozent auf 133 700. Eine gegenläufige Entwicklung gibt es an Universitäten: Dort begannen 238 100 Studenten ihr Studium. Das sind 5,4 Prozent weniger als im Jahr 2003.

Schavan sieht nach eigenen Worten Bund und Länder auf dem richtigen Weg. "Die Zahlen zeigen, dass junge Menschen verstehen: Es lohnt sich, ein Studium aufzunehmen", erklärte die CDU-Politikerin. Das Ziel, die Studienanfängerquote auf 40 Prozent zu erhöhen, sei in greifbarer Nähe.

Das Bundesamt veröffentlichte bereits im vergangenen Herbst erste Zahlen und legte jetzt eine genauere Statistik mit mehr Details vor.

Nicht nur Universitäten und Fachhochschulen, auch die einzelnen Fächer entwickeln sich sehr unterschiedlich. 75 800 Personen begannen 2008 ein Studium in den Ingenieurwissenschaften. Dies entspricht einem Zuwachs von 9,2 Prozent. Auch die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften konnten eine Steigerung um 6,2 Prozent auf 132 700 verzeichnen.

Dagegen wurden in Mathematik und Naturwissenschaften mit 64 900 (minus 4,8 Prozent) und Sprach- und Kulturwissenschaften mit 68 000 Erstimmatrikulierten (minus 11,5 Prozent) die Anfängerzahlen von 2003 nicht erreicht.

Der Anteil der deutschen Staatsbürger an den Studienanfängern lag insgesamt bei 82 Prozent, nach 81 Prozent im Jahr 2003. Fachhochschulen sind bei Ausländern nicht ganz so beliebt - dort betrug der Anteil der Bundesbürger 87 Prozent. Besonders international sind deutsche Kunsthochschulen, wo nur 59 Prozent der Studenten Bundesbürger sind.

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