Mehr Lastwagen auf Landstraßen befürchtet
ADAC fürchtet Chaos bei Einführung von Lkw-Maut

Zum Start der Lkw-Maut am 1. September befürchtet der ADAC ein Chaos auf den Autobahnen. Im Bereich der Zahlstellen drohten Staus, warnte der Automobilclub am Mittwoch in München. Außerdem sei damit zu rechnen, dass Lastwagen auf die Landstraßen ausweichen, die bisher vom Güterverkehr weitgehend verschont geblieben seien.

HB/dpa MÜNCHEN. Auch Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu (CSU) hatte schon vor Verkehrsbehinderungen bei der Einführung gewarnt. Viele Fuhrunternehmer hätten sich bei ihm über unzureichenden Service vor der Einführung beklagt, teilte er in der vergangenen Woche mit.

Probleme seien vor allem an den Zahlstellen zu erwarten, erläuterte der ADAC. Mit Geräten zur automatischen Mauterfassung seien anfänglich nur rund 150 000 Lastwagen ausgestattet. Über eine Million weitere Transporter müssten die Maut über das Internet oder an einer der 3 500 geplanten Zahlstellen entrichten. Dort sei mit langen und gefährlichen Rückstaus zu rechnen.

An den Grenzstationen könnte die Situation erschwert werden, da die Zahlautomaten nur über vier Sprachenversionen - deutsch, englisch, französisch und polnisch - verfügen. Nach Ansicht der ADAC- Experten müssten es mindestens 15 europäische Sprachen sein.

Ein weiteres Problem sieht der ADAC beim Datenschutz. Aus technischen Gründen werden an den Kontrollbrücken zunächst auch Autos erfasst und solange gespeichert, bis eine detaillierte elektronische Auswertung erfolgt ist. Eine behördliche Kontrolle, die eine zuverlässige Löschung der Daten garantiert, sei nach bisherigem Kenntnisstand nicht vorgesehen.

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