Mehr Propaganda als Politik
Sachsens SPD-Fraktionsgeschäftsführer wechselt zur Linken

Er hat zwar kein Abgeordnetenmandat, für Propaganda reicht es dennoch: Mit großem Tamtam meldet die Linkspartei, dass der Geschäftsführer der SPD-Fraktion im sächsischen Landtag, Leo Stefan Schmitt, die Seiten wechselt. Die Sozialdemokraten geben vor, gar nicht böse zu sein.

HB DRESDEN. Schmitt sagte am Montag in Dresden, er habe am Sonntag seinen Austritt aus der SPD erklärt. Zu den Gründen werde er sich am Mittag in Berlin äußern. Dort wollte er sich mit Ulrich Maurer, dem Parlamentarischen Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, treffen.

„Eigentlich ist es nur konsequent, dass er geht“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Martin Dulig. Es habe immer wieder heftige Auseinandersetzungen mit Schmitt um die Ausrichtung der Sozialdemokratie gegeben. Darunter habe auch die Arbeitsfähigkeit der Fraktion gelitten. Der Austritt von Schmitt sei nur eine Frage der Zeit gewesen.

Der 55-jährige Schmitt stammt aus dem Saarland und ist seit 1972 SPD-Mitglied. Er arbeitete unter anderem von 1991 bis 1999 als Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD im Saarland. 2000 wurde er Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen. Er ist aber kein Abgeordneter.

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