Mehr Schulden
Bundesländer rutschen weiter in rote Zahlen

Die Bundesländer machen noch mehr Schulden als bisher bekannt: Trotz sprudelnder Steuereinnahmen, gaben die Länder zuletzt sechs Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Nur drei schreiben schwarze Zahlen.
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DüsseldorfDie Bundesländer nehmen es mit dem Sparen offenbar nicht mehr so genau. In den ersten fünf Monaten des Jahres gaben die 16 Länder insgesamt sechs Milliarden Euro mehr aus, als sie eingenommen haben. Das berichtet das Handelsblatt (Donnerstagausgabe) unter Verweis auf Berechnungen aus dem Bundesfinanzministerium. Damit sei das Haushaltsloch rund 1,8 Milliarden Euro größer als im Vorjahreszeitraum gewesen.

In elf der 16 Länder sei die Etatlage derzeit schlechter als vor einem Jahr. Mit Sachsen, Bayern und Niedersachsen schrieben gegenwärtig nur drei Länder schwarze Zahlen; vor einem Jahr hatten Ende Mai immerhin fünf Länder einen Überschuss erzielt.

Grund für die Entwicklung sind steigende Ausgaben. Für Personal, Investitionen und die Kommunen gaben die Länder auf breiter Front mehr Geld aus. Insgesamt stiegen die Ausgaben um vier Prozent, während die Einnahmen lediglich 2,7 Prozent höher als in Vorjahreszeitraum waren. Nur die um 8,3 Prozent geringeren Zinsausgaben verhinderten eine noch schlechtere Bilanz.

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