Mehr Selbstbeteiligung für gleichen Beitrag
Krankenkassen rutschen in die Schuldenfalle

Immer mehr Krankenkassen rutschen in die Schuldenfalle. Während die Gesetzlichen Krankenversicherungen 1991 noch 9,3 Milliarden Euro an Betriebsmitteln und Rücklagen ausweisen konnten, addierten sich die Fehlbeträge 2002 auf minus 2,7 Milliarden Euro. Für 2003 wird noch ein größeres Minus erwartet. Dies hat das Wirtschaftsmagazin €uro (Donnerstagsausgabe) ermittelt.

Frankfurt, 24.3.2004 Der Druck seitens der Politik, anlässlich der Gesundheitsreform Beiträge zu senken und finanzielle Altlasten sowie jahrelanges Missmanagement hat einige der Kassen schon an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geführt.

Falsch terminierte und versäumte Beitragserhöhungen als Reaktion auf das geänderte gesundheitspolitische Umfeld führten in der Vergangenheit zur aktuellen Schräglage. Dazu kommen Schuldenprobleme durch eigentlich verbotene Kreditfinanzierung mit Duldung der Politik und falsch bewertete Risiken bei der Aufnahme neuer Mitglieder. Nun werden zudem Sanierungsmaßnahmen aufgeschoben, damit die Mitglieder nicht zu einem günstigeren Anbieter wechseln und sich die Lage verschärft. So hat die ehemals besonders preiswerte die BKK Heilberufe nach Beitragserhöhungen in den vergangenen zwei Jahren rund 30 Prozent ihrer Mitglieder verloren.

Ein Ausgleichsfonds soll jetzt helfen, marode Kassen zu sanieren. Die paradoxen Folgen: Ordentlich geführte Kassen und deren Versicherte sollen für malade Kassen zahlen – mit Segen der Aufsichtsbehörden und der Politik. €uro gibt Tipps für Versicherte, wie man eine gute Kasse identifiziert und sich günstige Beiträge durch rechtzeitige Kündigung und Neueintritt sichert.

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