Mehr Zusammenarbeit
SPD und Frankreichs Sozialisten rücken näher zusammen

Der gemeinsame Gesetzesvorschlag zur Transaktionssteuer soll nur der Anfang gewesen sein. Die SPD und die Sozialisten Frankreichs wollen in Zukunft ihre Kräfte bündeln – auch für ein europäisches Wachstumspaket.
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BerlinDie SPD will gemeinsam mit den französischen Sozialisten den Kampf für ein europäisches Wachstumspaket verstärken. „Alle denken heute europäischer als früher“, sagt der Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Axel Schäfer in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dapd.

„So viel deutsch-französische Nähe war seit Willy Brandts Zeiten nicht mehr. Wir haben unzählige Begegnungen, Wahlkampfauftritte und Verabredungen.“
In diesem Monat wählen die Franzosen unter dem neuen sozialistischen Präsidenten François Hollande ein neues Parlament. Die deutsche SPD verfolgt die Wahl im Nachbarland mit großem Interesse.

„Noch nie war die Zusammenarbeit zwischen SPD und französischen Sozialisten so eng“, sagt Schäfer.

Den neuen Präsidenten François Hollande lobt Schäfer als sympathische Gegenbild seines Vorgängers Nicolas Sarkozy. Einige der radikaleren Reformen des Sozialisten will er für Deutschland aber dennoch nicht übernehmen.

Hollande, der den Spitzensteuersatz auf 75 Prozent erhöht, gehe zwar in die richtige Richtung, Reiche stärker zu besteuern, doch „Unser Spitzensteuersatz soll bei 49 Prozent liegen, das ist auch psychologisch richtig“.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mehr Zusammenarbeit: SPD und Frankreichs Sozialisten rücken näher zusammen"

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  • Schon der Euro zielte aus französischer Sicht darauf, die wirtschaftliche Vormachtstellung Deutschlands zu schwächen. Unter François Hollande nehmen die Franzosen mit neuem Elan ihr altes Projekt wieder auf.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/euro-krise-a-837524.html

  • Tabu
    Robert Maynard
    Nobum
    Stimme Euren Beiträgen zu.
    Die SPD vergißt völlig, dass sie es war, die den Spitzensteursatz für die Reichen erst gesenkt hat in der Schröder-Regierung.
    Also wenn man all unseren Parteien/Politikern mal zuhört, sind die offenbar so geisteskrank, dass die heute nicht mehr wissen, was sie gestern gemacht haben

  • Guenni7
    Großer Irrtum
    Hartz IV war zynisch gegen jeden der 30 oder 40 Jahre gearbeitet hat und nun nach einem Jahr Arbeitslosigkeit in Hartz IV fällt und sozusagen per Gesetz ein Asozialer wird.
    Er wird mit denen auf eine Stufe gestellt, die noch in ihrem Leben gearbeitet haben. Die Asozialen aus den Sozialhilfe-Dynastien
    Das sit Zynismus pur gegen das Volk
    Und Aufstockung? Das ist nichts anderes als wieder eine Subvention für die Wirtschaft.
    Die Löhne zahlt jetzt der Steuerzahler
    Na Bravo

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