Mehrere Festnahmen: Proteste gegen Sicherheitskonferenz in München

Mehrere Festnahmen
Proteste gegen Sicherheitskonferenz in München

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei haben mehr als 2000 Menschen gegen die Sicherheitskonferenz in München protestiert. Es gab Auseinandersetzungen - wegen eines Transparents.

HB BERLIN. Am Rande der Sicherheitskonferenz in München ist es am Samstag zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, stoppten Einsatzfahrzeuge und mit Schlagstöcken bewaffnete Beamte am Nachmittag mehrmals einen Demonstrationszug mit rund 3500 Teilnehmern in der Innenstadt.

Bis zum frühen Samstagabend wurden 49 Demonstranten festgenommen. Als Grund nannte ein Polizeisprecher versuchte gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Linke Demonstranten hätten Feuerwerkskörper und Flaschen nach Polizisten geworfen, nachdem diese unerlaubte Transparente konfisziert hätten.

Nach Berichten von Demonstranten gingen die Polizisten teilweise sehr hart vor. Ein Demonstrant sei gewaltsam zu Boden geworfen und von einem Polizisten getreten worden, berichtet AP. Ein Polizeisprecher wies die Vorwürfe zurück: «Wir treten nicht.»

Der Mitinitiator des Protestes, Klaus Schreer, sprach gegenüber AP von «grundloser Schikane der Polizei». Immer wieder kam es demnach während des vierstündigen Demonstrationszuges durch die Münchner Innenstadt zu Rangeleien, bei denen ein Polizist nach bisher unbestätigten Angaben leicht verletzt worden sein soll. Der Großteil der Kriegsgegner protestierte jedoch friedlich.

Die Proteste hatten am Mittag mit einer Kundgebung auf dem Marienplatz begonnen, zu das Netzwerk Attac aufgerufen hatte. Danach zogen die Demonstranten durch die Innenstadt. Die Veranstalter sprachen von bis zu 7000 Demonstranten, die sich dem Marsch anschlossen.

Insgesamt sind in München 4000 Polizisten im Einsatz, um mögliche Ausschreitungen zu vermeiden.

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