Mehrere tausend Menschen demonstrieren
Aufmarsch gegen Rechts

Am Wochenende haben mehrere tausend Menschen in Hildesheim und Augsburg gegen Aufmärsche von Rechtsextremen demonstriert.

HB HILDESHEIM/AUGSBURG. 3700 Teilnehmer protestierten am Samstag in der niedersächsischen Stadt Hildesheim gegen eine Versammlung, zu der der Hamburger Neonazi Christian Worch aufgerufen hatte. Beide Demonstrationen verliefen weitgehend friedlich, nur vereinzelt kam es zu Rangeleien. Rund 200 Rechte hatten sich laut Polizei zu einer Kundgebung vor dem Bahnhof versammelt, wo der Aufmarsch startete. Die Polizei setzte 1700 Beamte aus ganz Niedersachsen ein. Mit zusätzlich 520 Beamten sicherte die Bundespolizei den Bahnhofsbereich.

Auf dem Magdeburger Hauptbahnhof hatten am Samstagabend etwa 30 Rechtsextreme, die von dem Aufmarsch in Hildesheim kamen, einen Zwischenaufenthalt. Nach Polizeiangaben kam es zunächst auf dem Bahnhof zu verbalen Attacken mit einer Gruppe von etwa zehn Linksautonomen, die sich auf dem Bahnhofsvorplatz fortsetzten. Da die Situation zu eskalieren drohte, griff die Polizei ein und trennte die Gruppen.

In Augsburg wandten sich 1500 Menschen am Samstag gegen den Aufmarsch einer NPD-nahen Gruppe. Die Rechtsextremisten waren mit rund 100 Anhängern vertreten. Mehrere hundert Polizisten waren im Einsatz, um ein Aufeinanderprallen der beiden Demonstrationszüge zu verhindern. 14 Demonstranten wurden unter anderem wegen Waffenbesitzes und Körperverletzung vorläufig festgenommen. Die Lage sei ansonsten ruhig geblieben, teilte die Polizei mit. Die Festgenommenen waren am Sonntag wieder auf freiem Fuß.

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