Mehrheit für Regierungswechsel
Union-Chancen auf Alleinregierung steigen

Die Union hat ihren Vorsprung vor der SPD nach der neuesten Umfrage von Infratest dimap gegenüber der Vorwoche erneut ausgebaut.

HB KÖLN. Fände die Bundestagswahl bereits an diesem Sonntag statt, bekämen CDU/CSU 48 % der Stimmen (plus 1 Punkt), die SPD verlöre einen Punkt und erhielte nur noch 28 %. Dies ergab die im Auftrag der ARD vorgenommene Umfrage unter 1500 Bundesbürgern. Grüne und FDP verbesserten sich jeweils um einen Punkt und kamen nun auf neun bzw. sieben Prozent. Die PDS würde mit vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Könnten die Deutschen den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin direkt wählen, würden sich 46 % für die Unionskandidatin Angela Merkel entscheiden, das sind zehn Punkte mehr als im Deutschlandtrend vom Mai. Für Amtsinhaber Gerhard Schröder sprachen sich bei der Direktwahlfrage 38 % (-5 Punkte) aus.

Einen politischen Neuanfang wünschte sich die deutliche Mehrheit. 72 % sprachen sich für einen Regierungswechsel aus, zwölf Punkte mehr als noch im März dieses Jahres.

Favorisiert wird bei der künftigen Regierungszusammensetzung der Umfrage zufolge ganz klar die große Koalition - die 46 Prozent der Befragten für wünschenswert halten. Eine schwarz-gelbe Koalition bevorzugten 42 Prozent, eine Alleinregierung der Union 35 Prozent. Ein Bündnis von SPD und Grünen halten nur 23 Prozent für erstrebenswert.

Ungetrübt ist das Vertrauen in eine mögliche unionsgeführte Regierung allerdings nicht: Dass diese eine die anstehenden Probleme besser lösen könnte als das jetzige Kabinett glauben nur 37 Prozent der Bundesbürger, fast jeder Zweite (48 Prozent) hat daran hingegen deutliche Zweifel.

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