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Meinungsforschung: Steinmeier legt in Umfragen deutlich zu

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl kommt Bewegung in die Umfragewerte der Parteien. Dabei scheint die Strategie des SPD-Herausforders Frank-Walter Steinmeier aufzugehen.Bei den Umfrage von ARD und ZDF konnte er durch seinen Auftritt beim TV-Duell Boden gut machen.

SPD-Herausforderer Steinmeier kann Boden gut machen, doch die Umfrage-Mehrheit der Kanzlerin ist noch nicht in Gefahr. Quelle: dpa
SPD-Herausforderer Steinmeier kann Boden gut machen, doch die Umfrage-Mehrheit der Kanzlerin ist noch nicht in Gefahr. Quelle: dpa

HB BERLIN. Union und FDP können auch gut eine Woche vor der Bundestagswahl Umfragen zufolge mit einer knappen Mehrheit für die angestrebte schwarz-gelbe Koalition rechnen. Allerdings holt die SPD nach dem TV-Duell ihres Herausforderers Frank-Walter Steinmeier mit Kanzlerin Angela Merkel am Sonntag auf. Auch bei den Sympathiewerten machte Steinmeier Boden gut, liegt aber immer noch deutlich hinter der CDU-Vorsitzenden.

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Die am Donnerstag und Freitag veröffentlichten Umfragen von ARD und ZDF zeigen, dass kurz vor der Wahl noch deutlich mehr Bürger unentschlossen sind als vor vier Jahren. Der Wahlausgang sei noch immer schwer vorherzusagen, heißt es im ZDF-Politbarometer. „Insbesondere kann eine Debatte über sich abzeichnende Koalitionen Auswirkungen zeigen und zu Verschiebungen im Stimmungsbild führen“, schreiben die Experten der Forschungsgruppe Wahlen. Sowohl innerhalb als auch zwischen den politischen Lagern sei noch Bewegung möglich.

Im ZDF-Politbarometer verlieren CDU/CSU in der sogenannten Sonntagsfrage einen Punkt auf 38 Prozent gegenüber der Vorwoche, während die FDP einen Punkt auf 14 Prozent zulegt. Die SPD gewinnt zwei Punkte auf immer noch schwache 25 Prozent, Grüne legen zu auf zehn (plus 1) Prozent, Linke fallen auf zehn (minus 2) Prozent. Damit liegen Union und FDP zusammen bei 49 Prozent gegenüber 46 Prozent für die anderen drei Parteien. In der Vorwoche hatte der Abstand noch 50 zu 45 Prozent betragen.

Der ARD-Deutschlandtrend kommen CDU/CSU unverändert auf 35 Prozent, die FDP ebenfalls unverändert auf 14 Prozent. Damit erhielten sie zusammen 49 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, und liegen weiter zwei Punkte vor dem rot-rot-grünen Lager. Allerdings legte die SPD hier sogar drei Punkte auf 26 Prozent zu, während die Grünen zwei Punkte auf zehn Prozent und die Linke einen Punkt auf elf Prozent abgaben. In der ARD-Umfrage von infratest dimap sind noch 24 Prozent (2005: 19 Prozent) der Wähler unentschieden, wen sie am 27. September wählen werden. Das Politbarometer beziffert die Unentschlossenen auf 15 gegenüber elf Prozent vor vier Jahren. 26 Prozent der Befragen hätten noch gar nicht entschieden, ob sie wählten.

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