Merkel und Polenz greifen Bundeskanzler scharf an
Opposition empört über Schröders Tschetschenien-Äußerung

Bei seinem Russland-Besuch spielte die Wahl in Tschetschenien für Kanzler Schröder keine große Rolle. Sie seien ohne große Störungen abgelaufen, sagte er. Die Opposition griff Schröder dafür harsch an.

HB BERLIN. Der CDU-Menschenrechtsexperte Ruprecht Polenz warf dem Kanzler vor, mit seinem Urteil die gemeinsame europäische Außenpolitik zu beschädigen. Es mache sehr wohl einen Unterschied, „ob man sich zurückhaltend äußert oder Persilscheine ausstellt“, sagte Polenz der „Berliner Zeitung“. Zuvor hatte bereits CDU-Chefin Angela Merkel den Kanzler scharf angegriffen.

Schröder hatte nach seiner Rückkehr von einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin noch einmal betont, er halte die Einschätzung der USA für falsch, die Präsidentschaftswahl in Tschetschenien sei undemokratisch abgelaufen. Er habe dafür keinen Anhaltspunkt, sagte dem Fernsehsender n-tv.

Der SPD-Außenpolitiker Gernot Erler nahm Schröder gegen die Kritik aus der Union in Schutz. Dieser habe eine inhaltliche Kritik an der Wahl vermieden. Schröders Aussage ist aber kein Persilschein. Sie hebt völlig auf die äußeren Umstände der Wahl ab und ist nicht zu widerlegen“, sagte Erler der „Berliner Zeitung“.

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