Merkel und Schäuble Der große Graben

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Stimmung in der Union ist „eisig“

Es liegt viel Geld unter griechischen Matratzen

Es liegt viel Geld unter griechischen Matratzen

So belastet das Gezerre um die Freigabe von Griechenland-Hilfen in Höhe von 7,2 Milliarden Euro bis Ende Juni belastet in Deutschland zunehmend die Union. Was den Koalitionspartner sticheln lässt. SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider sieht jedenfalls eine Kluft zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem Finanzminister. „Festzustellen ist, dass die Unionsfraktion gespalten ist und auch die Regierung“, sagte Schneider dem Deutschlandfunk. Zwischen Merkel und Schäuble gebe es „fast so ein Verhältnis wie zwischen Herrn Tsipras und Herrn Varoufakis“. Griechenlands Regierungschef hatte kürzlich Finanzminister Varoufakis die Kompetenzen für die Verhandlungen mit den Gläubigern entzogen.

Schäubles Sprecher Martin Jäger wies dies zurück. Merkel und Schäuble zögen an einem Strang. Ein Unions-Abgeordneter sagte der Nachrichtenagentur Reuters allerdings, immer mehr Parlamentarier warnten inzwischen vor einem „faulen Kompromiss“. Die Stimmung in der Union sei beim Thema Griechenland „eisig“.

Und sie könnte noch eisiger werden – denn die Regierung in Athen feilscht weiter. Premier Tsipras steht unter dem Druck, die eigene Syriza-Partei, deren linker Flügel am liebsten jede weitere Zahlung an die Gläubiger stoppen will, und zugleich die Forderung der Geldgeber von EU, IWF und EZB zufrieden zu stellen.

Entsprechend liest sich auch der Gegenvorschlag, den Tsipras auf das „allerletzte“ Angebot der Institutionen formuliert hat und den er gerne an diesem Mittwoch in Brüssel diskutieren will. Das Zugeständnis – Primärüberschuss von einem Prozent in diesem Jahr – kontert er mit noch niedrigeren Zahlen: 0,75 Prozent statt einem für dieses Jahr und 1,75 Prozent für das nächste. Er wird versuchen, Merkel und Co. nach dem allerletzten noch ein allerallerletztes Angebot aus dem Ärmel zu leiern.

Die Folgen eines Grexits
Frappé bald unbezahlbar?
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Das Nationalgetränk der Griechen droht für einen normalen Arbeiter zum unbezahlbaren Luxusgut zu werden: Ein Frappé, also eine Nescafé mit Milch, Eiswürfeln und einem Strohhalm kostete kurz vor der Einführung des Euro etwa 100 Drachmen. Das entsprach damals rund 30 Euro-Cent. Als die Griechenland-Krise ausbrach, vor etwa sieben Jahren, kostete ein Frappé bereits zwischen 2,50 und drei Euro.

Drückender Schuldenberg
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Noch im Laufe des Aprils muss Griechenland zwei Staatsanleihen im Wert von 2,4 Milliarden Euro an seine Gläubiger zurückzahlen. Im Mai werden weitere 2,8 Milliarden Euro fällig, von Juni bis August muss Athen noch einmal mehr als zwölf Milliarden Euro an Schulden zurückzahlen. Woher das Geld kommen soll, ist völlig unklar.

Angespannte soziale Lage
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Die sozialen Probleme sind groß, die Renten wurden gekürzt, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die Regierung Tsipras plant deshalb Steuererleichterungen und die Wiedereinstellung von Beamten. Allein diese Maßnahmen werden im laufenden Jahr nach Berechnungen der griechischen Regierung mindestens zwölf Milliarden Euro zusätzlich kosten.

Gerüchteküche brodelt
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Schon seit Wochen ist von einem „Grexit“ die Rede, dem Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, vielleicht sogar verbunden mit einem drastischen Schuldenschnitt. Hinter der öffentlichen Spekulation könnte Absicht stecken.

Die Vorteile der Drachme für Griechenland
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Würde eine neu eingeführte Drachme gegenüber dem Euro abwerten, könnte sich die griechische Regierung nach und nach leichter entschulden. Ein Austritt der Griechen aus dem Euro böte auch noch andere Vorteile: So würde die griechische Export-Wirtschaft von einer Abwertung der Landeswährung profitieren.

Reiche Griechen kommen überwiegend davon
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Besonders teuer würde ein „Grexit“ für Menschen mit geringem Einkommen und den Mittelstand mit Sparguthaben auf  griechischen Bankkonten, während das Geld reicher Griechen im Ausland unangetastet bliebe.

Alexis Tsipras
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Die Gläubiger werden so oder so auf Reformen beharren. Für Tsipras kommt es deshalb eigentlich nur darauf an, seinen eigenen Wählern gegenüber eine möglichst gute Figur in den Verhandlungen abzugeben. Das gilt allerdings auch für seine europäischen Partner auf der anderen Seite des Verhandlungstisches. Für alle Beteiligten ist es wichtig, dass eine Lösung der griechischen Haushaltsprobleme möglichst wenige Kollateralschaden verursacht.

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35 Kommentare zu "Merkel und Schäuble: Der große Graben"

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  • Das Spielchen ist offensichtlich ein reines Ablenkungsmanöver, ein Spielchen!

    Die Nachrichten Lage soll zwei negativ aufgefallenen Personen die Möglichkeit eröffnen, dass einer seinen Kopf aus der Schlinge zieht. In diesem Fall soll Herr Schäuble "gehängt" werden.

    So geht es aber nicht und wir sollten nicht zulassen, dass die öffentliche Meinung auseinanderdividiert wird. Beide haben fremde Gelder veruntreut und Außerlandes gebracht. Sie haben beide dem deutschen Volk geschadet und haben beide die Konsequenzen zu ziehen.

    Beide sind aufgrund ihrer Erfahrung in Geldangelegenheiten unerfahren und haben auf die Einwände der Experten nicht gehört. Bundesbankpräsident Weber und Bundesbankvorstand und EZB-Direktoriumsmitglied Stark haben ebenfalls ihre Ämter niedergelegt, weil sie den Kurs nicht mehr mittragen konnten. Jetzt sind die beiden und nicht einer der Beiden an der Reihe.

    Deutschland ist derzeit absolut inkompetent geführt und das hat die Bürger schon hunderte von Milliarden Euros gekostet. Die Bundesregierung verschärft mit ihren Schritten die Altersarmut grob fahrlässig.

    Opposition und Koalitionspartner haben keine Kontrolle über die Akteure!

  • Die BRD ist nicht wehrlos. Das "Weib" verkauft uns. In jeder Richtung.
    Das Problem heißt Merkel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Das Weib muss weg sofort.
    Denkt an des Kaisers neue Kleider. Da ist nix als Bluff, Lüge, Lug und Trug.

  • Das Weib muss weg. Sofort.

  • Doch Das Weib muss weg. Sofort

  • Mutti muss weg. Sofort

  • Ja beide reif für einen Oscar. Chapeau.!!!
    Die wollen doch längst nicht mrhr zu dem Euro-Club. Zeitschinden. Vermögen sichern. Das ist das Ziel. In solchen Dingen kann man Frau Staatsratsvorsitzende Ahnungslos leicht übetölpeln. Denn da ist nix. Denkt an ds Kaisers neue Kleider. Die Frau muss weg. Gestern.

  • Madammuss weg. Sofort. Es reicht.

  • Natürlich. Man würde sagen, Merkel sei die Chefin der EU. Sie ist überall dabei und sie ist auch dafür, dass Griechenland Hilfen bekommt und im Euro bleibt. Juncker ist wohl auch dafür, aber gegen unsere Mutti ist er nur ein Hampelmann. Übrigens , in den Diskussionen um Griechenlsnd, hört man kaum etwas von Grossbritannien oder Finnland. Das sind Länder, die eher gegen Hilfen für die Hellenen sind. Aber aud die soll man keine Rücksicht nehmen. Griechenland muss unbedingt gerettet werden, sonst scheitert Europa, gelle Frau Merkel?

  • "Proteste"? Vom toitschen Blödmichel? (o:) Die meisten kümmert doch weder das eigene Land noch das Geld, das man (scheinbar nur) Anderen wegnimmt. Die breite Masse wird mit "Panem et Circenses", mit rtl2, Billigsturlaub, Sommerschlußverkauf, Geizistgeil und mit H4 ruhiggestellt.

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