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25.07.2008 
Wechsel zum Bundesverband Energie und Wasserwirtschaft

Merkel verliert mit Müller wichtige Vertraute

Über den bevorstehenden Wechsel hatte das Handelsblatt bereits exklusiv berichtet, nun ist es offiziell: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verliert eine wichtige Vertraute. Die bisherige Staatsministerin im Kanzleramt, Hildegard Müller, wechselt zum neuen Bundesverband Energie und Wasserwirtschaft.

Wechselt in die Verbandsszene: Staatsministerin Hildegard Müller. Foto: apLupe

Wechselt in die Verbandsszene: Staatsministerin Hildegard Müller. Foto: ap

BERLIN. Die 41-Jährige, die Merkel bei ihrem Aufstieg in der CDU in den vergangenen Jahren stets zur Seite gestanden hatte, wird nach einer Mitteilung des Verbandes vom Freitag Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung. Mit der Übernahme ihres neuen Postens werde Müller ihr Amt als Staatsministerin und ihr Abgeordnetenmandat niederlegen, hieß es in der Erklärung.

Auf Müller warten große Aufgaben: Sie muss das Image der Branche aufpolieren. Müller, früher einmal Vorsitzende der Jungen Union, soll das „Gesicht der Branche“ werden. Sie soll die Interessen der 1 800 im Bundesverband Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) vereinten Unternehmen gegenüber der Politik und den Medien glaubhaft vertreten – ein heikler Job. Die Energiekonzerne stehen in der Kritik, weil sie Traumrenditen erzielen und gleichzeitig die Preise erhöhen.

Zuletzt war Jürgen Kluge, Ex-Deutschland-Chef von McKinsey, für den Posten im Gespräch. Er wollte aber nicht nur Vorsitzender der Geschäftsführung werden. Ihm schwebte der Posten des hauptamtlichen Präsidenten vor. Das ging dem Verband zu weit. Der BDEW will bei der Doppelspitze bleiben. Vor wenigen Wochen wurde Rolf Martin Schmitz, Chef der Rheinenergie, neuer ehrenamtlicher Präsident. Ihm soll Müller als Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung zur Seite stehen.

Müller kann sich der Rückendeckung der Kanzlerin gewiss sein. Sie gehört zum engen Kreis der Merkel-Vertrauten. Ein Wechsel in die Verbandsszene bedeutet für die Kanzlerin zwar einen Verlust. Doch ein guter Draht in eine der wichtigsten Branchen könnte sich bezahlt machen.

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