Merkel versus Steinbrück: Kubicki gegen Raab als Kanzlerduell-Moderator

Merkel versus Steinbrück
Kubicki gegen Raab als Kanzlerduell-Moderator

Der FDP-Politiker Kubicki  hat seine Erfahrungen mit Raab als Polit-Talker gemacht. Bei dessen erster Show ging er als Sieger vom Platz. Als Kanzlerduell-Moderator will er den TV-Entertainer aber dennoch nicht sehen.
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BerlinDer Vorsitzende der FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, hält nichts davon,  den TV-Entertainer Stefan Raab im September als Vertreter der Sendergruppe ProSiebenSat.1 das Kanzlerduell mitmoderieren zu lassen. Einem entsprechenden Vorschlag des CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber erteilte er eine klare Absage. „Ich halte das für einen Faschingsscherz – typisch Edmund Stoiber eben“, sagte Kubicki Handelsblatt Online.

Der FDP-Politiker  hatte noch im vergangenen Jahr an Raabs erster Politshow „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“ auf ProSieben teilgenommen und das Telefonvoting für sich entschieden. Seine Konkurrenten waren damals die Politiker Thomas Oppermann (SPD), Michael Fuchs (CDU), Jan van Aken (Linke) und die Unternehmerin Verena Delius.

Stoiber hatte seinen Vorstoß damit begründet, wieder mehr junge Menschen mit Politik in Verbindung zu bringen. „Da liegt es nicht fern, auch an Moderatoren zu denken, die die Jugend erreichen“, sagte der CSU-Politiker, der auch Beiratsvorsitzender der Münchner ProSiebenSat.1 Media AG ist.

Der CSU-Nachwuchs begrüßte Stoibers Vorschlag. „Das ist eine Spitzenidee“, sagte die Vorsitzende der Jungen Union Bayern, Katrin Albsteiger, Handelsblatt Online. „Ein Moderator, der vor allem bei jungen Menschen populär ist, kann beitragen, Hemmschwellen junger Menschen, sich mit Politik zu beschäftigen abzubauen.“

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Kubicki gegen Raab als Kanzlerduell-Moderator

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CSU-Nachwuchs: Raab kann „wichtige Akzente“ setzen

Kommentare zu "Kubicki gegen Raab als Kanzlerduell-Moderator"

Alle Kommentare
  • Dass überhaupt darübr diskutiert wird von Seite der Politik, einen Stefan Raab für so ein Duell zu nehmen, zeigt doch, was für primitive Politiker wir mittlerweile haben

  • Merkel wird sich wohl nicht auf so einen Raab einlassen. Es wäre töricht und unglaubwürdig. Raab gehört nicht dahin, weil das Niveau fehlt.

  • "Ich halte das für einen Faschingsscherz." Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
    Gebt den armen Leuten doch mal ne Banane.

  • Georg Schramm wäre der Beste. Nach der Sendung würden beide Kandidaten nicht mehr kandidieren, da Ihre Lächerlichkeit zu Tage käme.

  • Früher gab es einmal einen Herrn Balder. Der dürfte als Moderator verfügbar sein.

    Vielleicht wäre er eine Alternative?

    Für mich ist die Diskussion eher peinlich als interessant. Die SPD-Basis möge doch einmal prüfen, ob dieser nette Herr ihre Ideale wirklich verkörpert.

    Um den Proportz zu wahren, sollte die CDU-Basis diese Prüfung gleichfalls vornehmen.

  • Dass dieser Vorschlag ernsthaft diskutiert wird, zeigt mir, dass entweder 95% der Bundesbürger in einer politischen Scheinwelt leben - oder ich.

  • Nun, vielleicht ist es ja wirklich ein Faschingsscherz, auf den ich hier gerade von Rosenmontag auf Fastnachstdienstag anspringe. Wenn das aber irgendjemand ernst meinen sollte, dann wäre es kein gutes Zeichen.Inzwischen scheint Kubicki aber daran zu glauben, dass der EU-Entstauber (-Entbüro-kratisierer) Stoiber es ernst meint. Was das über die Mediengetriebenheit politischer Prozesse aussagt, ist zum Fürchten. Stelle einen Clown wie Raab hin, damit die Leute sich weiter den Politzirkus anhören und ansehen?! Das war es jetzt ? Eine Spitzenidee? Was tragen Bundestagswahlen denn zum Gemeinwohl bei? Hemmschwellen junger Menschen gegenüber der Politik? Gab es vor 40 Jahren nicht. Heute aber wenden sich diejenigen, die vor 30 oder 40 Jahren politisiert (worden) sind, mit Grausen ab. Daran kann ein Clown im politischen Raum nichts ändern. Da könnten wir dann auch das K11 oder Richterin Barbara Salesch oder Richter Alexander Hold engagieren. Die ermitteln dann gegen die Politprominenz und klagen an. Das reicht als Fernsehunterhaltung in Sachen Politik doch wirklich aus. Ein Musterprozess gegen Gregor Gysi wäre doch hoffentlich genau das, was die Leute heute sehen wollen.

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