Merkel vs. Steinbrück: Fernduell auf dem Kirchentag

Merkel vs. Steinbrück
Fernduell auf dem Kirchentag

Der Kirchentag steuert auf seinen politischen Höhepunkt zu. Heute werden Kanzlerin Merkel und SPD-Herausforderer Steinbrück erwartet. Der EKD-Vorsitzende meldet schon vorher ein paar Wünsche an.
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HamburgPolitische Prominenz aus Berlin prägt am heutigen Freitag den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück werden erwartet. Merkel nimmt an einer Veranstaltung über Umweltschutz in der globalisierten Welt teil. Steinbrück macht zunächst einen Rundgang über den „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich christliche Initiativen und Verbände präsentieren. Danach diskutiert der Kanzlerkandidat unter anderem mit dem Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, über die „Soziale Marktwirtschaft im Griff der Finanzmärkte“.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, forderte die Politik schon vorab zu einer „Umverteilungsdebatte“ auf und plädierte für einen Mindestlohn. „Wir müssen darauf achten, dass der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nicht verloren geht“, sagte Schneider der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Kritisch äußerte er sich zu Lohnexzessen im Management. „Managergehälter von mehreren Millionen Euro pro Jahr sind nicht mehr leistungsbezogen, sondern Ausdruck von Macht“, sagte Schneider. „Eine solche Entwicklung droht den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu sprengen.“

Schneider diskutiert an diesem Freitag auf dem Kirchentag mit DGB-Chef Michael Sommer und dem Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) über die Zukunft der Arbeitswelt. Zu weiteren Veranstaltungen haben sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert CDU) und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), angesagt. Zu einem Konzert der Wise Guys werden am Abend im Stadtpark bis zu 40 000 Zuschauer erwartet.

Der Kirchentag mit mehr als 117.000 Dauerteilnehmern wurde am Mittwoch eröffnet und geht bis Sonntag. Bei dem Treffen werden unter anderem Podien, Workshops, Bibelarbeiten und Kulturveranstaltungen angeboten. Am Donnerstag hatten Bundespräsident Joachim Gauck und die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann auf ihren Veranstaltungen jeweils etwa 7000 Zuhörer.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Merkel vs. Steinbrück: Fernduell auf dem Kirchentag"

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  • Sehr interesannt: Es ist wie der FAZ-Kommentator Herman Codel treffend formulierte:

    >>Ohne Staatskohle geht halt nichts bei Rot-Rot-Grün!

    Die gesamte Medienlandschaft steckt tief im linksgrünen Ideologiesumpf. Letzte verbliebene Ausnahmen sind Springer, BR und -teilweise- FAZ. Und jetzt schlägt die Stunde des Markts, der Nachfrage: die Leute sind es einfach leid, überall denselben linken Müll zu lesen und nutzen dafür halt das Internet. Wer kippt zuerst? Natürlich die ganz peinlichen: FR, Berliner Zeitung usw. Und weil "Markt" ja igitt ist (Kapitalismus, Ausbeutung ...) muß den bedrohten Genossen jetzt geholfen werden. Mit - na klar - Staatskohle! Das ist die ganze Geschichte. <<

  • Ganz entsetzlich was aus dem Kirchentag geworden ist.
    Man sollte ihn nicht mehr begehen.
    Mit Kirche hat das nichts mehr zu tun, er ist zur Polit-Schauveranstaltung geworden.
    Präses Schneidr sollte sich schämen

  • Frau Merkel sollte sich GEGEN GEZ-ZWANGSGEBÜHR einsetzen !! Regierung und Fernsehen gehen Hand in Hand und pressen dazu die Bürger aus ! DDR-Medien waren genauso aufgebaut.

    Weg mit Staats-presse, Staats-Medien über Zwangs-GEZ-Gebühren !! GEZ-ZAHLUNGS-BOYKOTT !!

    "Pressefinanzierung durch Rundfunkgebühr
    Da muss das Misstrauen wachsen
    02.05.2013 · Nordrhein-Westfalens Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann will mit Rundfunkgebühren eine Journalismus-Stiftung finanzieren. Nun zeigt der WDR auf, was daran faul ist. ..."

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/pressefinanzierung-durch-rundfunkgebuehr-da-muss-das-misstrauen-wachsen-12168734.html

    "Staatliche Journalisten-Stiftung" zwangsfinanziert mit eingetriebenen GEZ-Milliarden.
    Perverser geht "Demokratie-Abgabe" a la Schoenenborn-Abgabe nicht als "Staats-Presse". Täglichen Scheindebatten und Scheuklappen-Berichten wird Tür und Tor geöffnet.

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