Metall-Tarifpartner einig
Neues Modell für Beschäftigung in NRW

In der nordrhein-westfälischen Metallindustrie haben sich die Tarifpartner erstmals auf einen Tarifabschluss geeinigt, der es zwölf Betrieben erlaubt, ihr Personal vorübergehend auszutauschen und so Kurzarbeit oder Entlassungen zu verhindern. Der Abschluss soll Modellcharakter für andere Bezirke haben.

HB DÜSSELDORF. IG Metall und der Arbeitgeberverband Metall NRW werteten den in Bielefeld erzielten Abschluss am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung als neues Kapitel auf dem Weg zur Erreichung flexibler Lösungen. Der IG Metall-Bezirksleiter Peter Gasse erklärte den Vertrag zum Modell für andere Regionen. Der NRW- Metallarbeitgeberpräsident Michael Jäger hob hervor, die Arbeitgeber würden solche Lösungen empfehlen.

Der Vertrag sieht vor, dass zwölf Metallbetriebe in der Region Bielefeld ihr Personal je nach Auslastung zeitweise austauschen können. Bei fehlender Auslastung können die Firmen den betroffenen Mitarbeitern in Abstimmung mit den Betriebsräten anbieten, in einem anderen Betrieb zu arbeiten. Stimmen die Arbeitnehmer der zeitweisen Versetzung zu, läuft ihre Bezahlung aufgrund des Tarifvertrags in der bisherigen Höhe auch in dem neuen Betrieb weiter. Zusätzliche Arbeitszeiten sollen gesondert erfasst und über Geld oder Zeit ausgeglichen werden.

Nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers sind rund 6500 Beschäftigte von dieser neuen „Pool-Lösung“ im Raum Bielefeld betroffen. An dieser beteiligten sich unter anderem Miele und ThyssenKrupp mit Werken in der Region. Der Tarifvertrag habe zunächst eine Laufzeit von einem Jahr.

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