Metall-Tarifrunde 2006
Chronologie: Der harte Weg zur Einigung

Nach zähem Ringen wurde am Samstagmorgen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie ein Tarifabschluss erzielt. Eine Chronologie zeichnet den Weg dorthin nach:

20. Januar: Der IG Metall-Vorstand fordert fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 3,4 Millionen Beschäftigten.

23. Januar: Die zweite Verhandlungsrunde über den Lohnrahmentarif II („Steinkühlerpause“) in Baden-Württemberg scheitert. Mitte Dezember hatten die Tarifpartner erstmals ergebnislos verhandelt.

31. Januar: In Baden-Württemberg endet der von den Arbeitgebern gekündigte Lohnrahmentarifvertrag II.

8. Februar: Start der Tarifverhandlungen in den Tarifbezirken Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Osnabrück-Emsland. Verhandlungen in den anderen Bezirken folgen bis zum 17. Februar.

28. Februar: Die Laufzeit des Metall-Tarifvertrags endet.

1. März: Erstmals legen etwa 13 000 Beschäftigte nach Ende der Friedenspflicht für den Lohnrahmentarif II in Baden-Württemberg zeitweise die Arbeit nieder. In den nächsten Tagen folgen immer wieder Warnstreiks. Die zweite Verhandlungsrunde beginnt.

23. März: Die dritte Verhandlungsserie startet in Nordrhein- Westfalen. Bis zum 27. März folgen die restlichen Tarifbezirke. In keinem Tarifgebiet legen die Arbeitgeber ein Angebot vor.

27. März: In Baden-Württemberg endet auch die fünfte Verhandlungsrunde zum Lohnrahmentarif II ohne Ergebnis.

28. März: Da in Ostdeutschland keine Friedenspflicht gilt, treten die Leipziger BMW-Arbeiter zeitweise in den Ausstand.

29. März: Nach Ablauf der Friedenspflicht im Westen beginnen um Mitternacht massive Warnstreiks. Zehntausend Beschäftigte demonstrieren gegen die Haltung der Arbeitgeber.

6. April: Die Arbeitgeber legen in Düsseldorf erstmals ein Angebot vor. Sie bieten einen zweistufigen Entgeltvertrag mit Erhöhungen um 1,2 Prozent zum 1. März 2006 für eine Laufzeit von zwölf Monaten und zum 1. März 2007 weitere 1,2 Prozent für weitere zwölf Monate. Außerdem soll es monatliche Einmalzahlungen von 0,6 bis März 2007 und von 0,4 Prozent bis März 2008 geben.

10. April: Die Verhandlungen in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind festgefahren. In den folgenden Tag werden auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern und dem Emsland die Gespräche abgebrochen.

18. April: Entgegen ihrer Ankündigungen legen die Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen kein neues Angebot vor. Die Gewerkschaft stellt ein Ultimatum für ein Tarifergebnis bis Montag (24.4.) 24.00 Uhr. Am folgenden Tag werden die Tarifrunden in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin/Brandenburg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland abgebrochen.

20. April: Die Tarifkommission der IG Metall kündigt eine Fortsetzung der Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen für den kommenden Tag an.

22. April: Nach 18-stündigen Verhandlungen verkünden Gewerkschaft und Arbeitgeber in Düsseldorf am frühen Morgen ein Ergebnis.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%