Metall- und Elektroindustrie
Erste Warnstreiks bereits am Wochenende

Auf die deutsche Metall- und Elektroindustrie rollt eine Warnstreikwelle zu. Die IG Metall traf nach der auch in Niedersachsen ohne Ergebnis beendeten vierten Tarifrunde am Freitag letzte Vorbereitungen, damit unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht erste Aktionen starten können.

HB HAMBURG. Nachdem auch letzte Einigungsversuche vor Ablauf der Friedenspflicht ohne Erfolg geblieben sind, will die IG Metall bereits in der Nacht zum Sonntag erste Warnstreiks starten. Niedersachsens IG-Metall-Chef Hartmut Meine warf den Arbeitgebern nach der vierten Verhandlungsrunde in seinem Bezirk am Freitag in Hannover Hinhaltetaktik vor: „Trotz der ausgesprochen guten konjunkturellen Entwicklung waren die Arbeitgeber in der Friedenspflicht nicht bereit, ihr Angebot nach oben zu korrigieren.“

Betroffen von den ersten Arbeitsniederlegungen sei die Nachtschicht in Betrieben des Autozulieferers Bosch in Hildesheim und Salzgitter sowie des Nutzfahrzeugkonzerns MAN in Salzgitter. Im Laufe des Sonntag sollten die Warnstreiks auf weitere Betriebe in Niedersachsen ausgeweitet werden, darunter Continental in Gifhorn und SKF in Lüchow.Die erste Warnstreikwelle auch in anderen Bezirken soll vom 2. bis 4. Mai rollen.

Der Vorstand von Gesamtmetall beriet am Freitag in Hannover das weitere Vorgehen. Thema seien die weiteren Verhandlungen im Pilotbezirk Baden-Württemberg, hieß es. Die Arbeitgeber wiesen den Vorwurf zurück, die Warnstreiks mit ihrer unnachgiebigen Haltung provoziert zu haben. „Die IG Metall war nach Diskussion aller Themen in der vierten Verhandlungsrunde am Donnerstag nicht zu einem Abschluss bereit“, sagte ein Arbeitgeber-Sprecher in Stuttgart. „Wir wollten einen Abschluss - vor den unnötigen Warnstreiks.“ In den knapp sechsstündigen Verhandlungen hatten IG Metall und Südwestmetall am Donnerstag keine Annäherung erzielt und sich auf kommenden Donnerstag vertagt.

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