Metall- und Elektroindustrie
Kannegiesser sieht geringen Spielraum im Tarifkonflikt

Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie zeigen die Arbeitgeber wenig Neigung, einen Streik durch schnelle Zugeständnisse abzuwenden.

BERLIN. „Wir unterliegen heute einfach anderen Zwängen“, sagte der Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser dem Handelsblatt, mit Blick auf den globalen Wettbewerbsdruck. „Wir können mit einem halben Prozent mehr oder weniger in der Lohnpolitik nicht mehr so großzügig umgehen, wie das vielleicht noch vor zehn Jahren der Fall war“, sagte er.

Kannegiesser wies Vermutungen zurück, dass die Arbeitgeberverbände insbesondere von ihren großen Mitgliedsunternehmen zum Einlenken gedrängt werden könnten. „Es ist schlichtweg ein Irrtum zu glauben, große Unternehmen hätten in der Tarifpolitik generell eine höhere Toleranzschwelle als kleine“, betont er. Vielmehr müssten die Tarifparteien umso stärker auf wachsende und oft gegenläufige Ertragsschwankungen innerhalb der Branche Rücksicht nehmen. „Das begrenzt einfach den Spielraum, und zwar vor allem für eine prozentuale Erhöhung der Entgelte.“

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