Metallindustrie
Fronten im Streit um Steinkühler-Pause verhärtet

Die Tarifgespräche über die so genannte Steinkühler-Pause für Fließbandarbeiter in der baden-württembergischen Metallindustrie sind ohne Annäherung auf den 14. Februar vertagt worden. Die Arbeitgeber halten die Sonderpausen für nicht mehr finanzierbar.

HB STUTTGART. IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann sagte in Stuttgart, die starre Haltung der Arbeitgeber lasse keinen Spielraum für einen Lösungskorridor erkennen. Stattdessen habe es eine weitere Verhärtung der Fronten gegeben. Unterdessen verteidigten die Arbeitgeber die Kündigung des Tarifvertrags. Ihr Verhandlungsführer Otmar Zwiebelhofer sprach von einem längst fälligen Schritt zur Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Der Kostennachteil für die Unternehmen belaufe sich auf bis zu acht Prozent gegenüber dem Rest der Republik. „Diese Kostenbelastung ist nicht mehr zu bezahlen.

Die vom früheren IG-Metall-Vorsitzenden Franz Steinkühler durchgesetzten Erholungszeiten für Band- und Akkordarbeiter sind deutschlandweit einmalig. Sie gelten nur für den Bereich Nordwürttemberg und Nordbaden. In dem entsprechenden Tarifgebiet gibt es nach Gewerkschaftsangaben rund 92 000 Beschäftigte in Akkordarbeit. Die Pause wurde 1973 nach einem harten Arbeitskampf zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband vereinbart. Sie umfasst laut Tarifvertrag mindestens fünf Minuten Erholzeit je Stunde sowie weitere drei Minuten Pause „für persönliche Bedürfnisse“.

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