Michael Köhler
Oettinger holt sich erfahrenen Netzwerker

Michael Köhler wird Kabinettschef des designierten deutschen EU-Kommissars für Energiepolitik, Günther Oettinger. Der Kommissionsbeamte leitet derzeit das Kabinett von Fischereikommissar Joe Borg aus Malta. Als Vorsitzender der Brüsseler Europa-Union hat sich Köhler auch privat ein gutes Netzwerk aufgebaut.
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BRÜSSEL. Der künftige deutsche EU-Kommissar für Energiepolitik, Günther Oettinger (CDU), hat begonnen, in Brüssel seinen persönlichen Mitarbeiterstab (EU-Jargon: "Kabinett") zu bilden. Einen Kabinettschef hat der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident schon gefunden: Michael Köhler (51). Der Kommissionsbeamte leitet derzeit das Kabinett von Fischereikommissar Joe Borg aus Malta.

Köhler bringt für sein Amt neben dem richtigen Parteibuch (CDU) vor allem viel europapolitische Erfahrung mit. Seit 1994 arbeitet er in der EU-Kommission und kennt sich im Geflecht der europäischen Institutionen bestens aus. Als Vorsitzender der Brüsseler Europa-Union hat er sich auch privat ein gutes Netzwerk aufgebaut. Dies will er nun nutzen, um dem europapolitischen Neuling Oettinger in Brüssel den Weg zu ebnen.

Fachlich war Köhler bisher auf Außen- und Entwicklungshilfepolitik spezialisiert. Vor seinem Wechsel nach Brüssel arbeitete der mit einer Schwäbin verheiratete Niedersachse für die Konrad-Adenauer-Stiftung in Nordafrika und im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In der EU-Kommission kümmerte er sich lange um die Beziehungen der EU zur arabischen Welt. Oettinger muss er nun helfen, das achtköpfige Kabinett zu vervollständigen. Er wünscht sich ein internationales Team, um viel Einfluss in der EU-Behörde zu gewinnen.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel

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